Gerhard Ingold-Kaissa
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Kirchberg, 25. September 2011
In Brasilien besitzen 0,014% der Bevölkerung nahezu 50% des Landes. Der Rest ist mehrheitlich Urwald. Also 26‘000 Großgrundbesitzer haben fast alles und 99,986% oder 186 Millionen haben nahezu nichts. Armut ist damit die logische Folge.
Würde das Land von der Allgemeinheit enteignet und den Großgrundbesitzern nur so viel Land überlassen, wie sie als Familie erarbeiten können, könnten sich Millionen Kleinbauern etablieren. Das wäre Nutzen für alle.
Warum wäre Nutzen für alle erst bei einem gesunden Kleinbauernstand möglich?
Eine Insel könnte 1000 Menschen ernähren. Nimmt eine Einzelperson 99,9% in Besitz, hat diese Maßlosigkeit selbst für die Einzelperson negative Konsequenzen: Auf einer solchen Insel können sich keine Schmiede, Elektriker, Ärzte usw. etablieren. Es fehlt an eigenständig erarbeiteten Tauschmittel. Es ist eben nicht eine große Masse an Kleinbauern vorhanden, welche Handel treiben und Produkte von Schmieden, Elektrikern usw. mit Tauschmitteln oder Geld kaufen könnten.
Schneller auftretende Weltwirtschaftskrisen sind Folgen des einseitigen Reichtums.
Zweidrittel der Menschheit haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Das heisst, ihre Länder sind so arm, dass die Wasseraufbereitung nicht möglich ist. So haben diese Zweidrittel der Menschheit wenig oder keine erarbeitete Tauschmittel zur Verfügung.
Weltwirtschaftskrisen, wo selbst die Mehrheit des letzten Drittels der Weltbevölkerung in ihrer Existenz bedroht ist, sind die logische Folge.
Gerhard Ingold