Hallo jm,
ich hatte diese Meldung schon im Radio gehört, wo auch berichtet wurde, dass eine Untersuchung gegen den Arzt läuft, weil er sich dem Willen der Patientin gebeugt hat.
Du hast völlig Recht das hier hinein zu stellen, wo gerade die Diskussionen zum Islam immer mal heißlaufen (auch wenn sie gerade weniger werden dürften..)
Mir ist nicht erst in diesem Jahr aufgefallen, dass sich hier gerade zum Ramadan die Angriffe auf den Islam bzw. praktizierende Gläubige häufen.
Irgendjemand sagte glaube ich schon, dass es uns Christen bzw. allen die Weihnachten feiern ziemlich auf die Nerven gehen würde, wenn jedes Jahr zur Weihnachtszeit die Diskussionen über Sinn und Unsinn des Festes anfangen und auch noch auf solch verächtliche Art.
Woran liegt es, dass man dem Anderen seine Traditionen und seinen Glauben unbedingt madig machen will? Manchmal liegt es vielleicht daran, dass man ein wenig neidisch ist? Neidisch darauf, dass dort jemand ist, der etwas hat, was er aus Überzeugung tut. Woran er glaubt. Was ihn mit vielen anderen verbindet.Was ihn in dieser Zeit mit sich selbst ein bisschen mehr ins reine führt. Und weil es den, der nicht daran teilnimmt irgenwie ausgrenzt.
Um jetzt aber zum Einstiegsthema zurückzukommen:
Jeder sollte sich selber Gedanken machen was Sinn macht und was nicht, vor allem wenn andere von den eigenen Entscheidungen betroffen sind. Für mich persönlich ist es nicht mehr nachvollziehbar, wenn Gläubige den Glauben über ihre Nächsten stellen, weil für mich der Glauben sagt, dass man Verantwortung hat für seinen Nächsten.
Ich glaube nicht dass die Religionen verhindern möchten, dass der Mensch denkt (für mich unterscheidet sie das von Sekten). Natürlich soll man glauben und um richtig glauben zu können, muss man auf Beweise verzichten. Denken heißt allerdings nicht, dass man nicht glauben kann.
Viele Grüße
Claudia