Es gibt von allem etwas. Die 1. Generation marokkanischer Gastarbeiter nach WK II kam vor allem nach Frankreich, Belgien, um dort in den Kohlepütts und Stahlwerken zu arbeiten (analog den Türken hier). Da dort ordentlich "Kohle" verdient wurde, und die Gastarbeiter auch nicht ihre Familien mitbrachten, haben fast alle in Marokko gebaut, ihre Familien gut ernährt, und waren während der "Fakanz" zuhause. Die meisten von denen leben als "retraites" wieder in Marokko (die Rente wird pünktlich überwiesen). Ich kenne etliche von denen, bei einem guten "rouge" werden Bergmannserinnerungen ausgetauscht.
Die 2. Welle arbeitete nicht mehr in der Rohstoffindustrie, sondern bei Peugeot, Citroen, Renault, und brachten alsbald ihre Familien mit, was vor allem Frankreich vor große Probleme stellte, die auch schlecht gelöst wurden (Cites, Banlieus). Diese Menschen bleiben überwiegend, da die Kinder in Europa, nach der Verrentung hier. Auch diese Generation hat oft auch in Marokko gebaut - diesmal jedoch Urlaubsdomizile. Wer im Sous nach Inezgane oder Ait Melloul kommt (aber auch anderweitig an der Küste), sieht die mehrstöckigen Appartementshäuser (zig Wohnungen), die 11 Monate im Jahr unbewohnt sind (Vermietung ist in MA mit enormen Risiken verbunden). Ob deren Kinder, in F lebend, weiterhin ihren Urlaub in MA verbringen werden und wollen, wage ich anzuzweifeln.