Grüß Gott,
Zitoun: nett von Dir, wie Du so zwischen "den Zeilen" liest, scheinst wohl im Nebenberuf Kartenleger oder Wahrsager zu sein. Die irren bekanntlich selten. Die dazugehörende Katze haben wir ja auf Deinen Fotos gesehen.
Nun, Marjam hatte gebeten, persönliche Eindrücke von "Auswanderern" nach Marokko zu beschreiben. Nun zu Deinen wahrsagerischen/detektivischen Ermittlungen:
- von wg. Verbannung: der Arbeitgeber zahlte so gut, dass ein solcher Posten schlecht abgelehnt werden konnte.
- die mitreisende Ärztin war zufällig meine Frau. Probleme fingen schon garnicht an, ausser den alltäglichen, die es überall gibt.
- Da davon ausgegangen werden kann, dass Deutsche weder Darija noch Berberisch sprechen können, ist die einigermaßene Beherrschung der Französischen Sprache für den Alltag schon sehr nützlich, selbst wenn viele Marokkaner die auch nicht (wie wir) Academie-reif sprechen. Verrate doch bitte den staunenden Lesern, wie Du anfangs mit Marokkanern kommuniziert hast, Zeichensprache?
- Hast Du schulpflichtige Kinder? Wenn ja, welche Schule besuchen die? Oder gehörst Du der Schar nicht verheirateter Europäer in Marokko?
- Ich empfinde einen gut sortierten Buchladen als eine Bereicherung des Daseins. Andere können darauf verzichten. Ich gehe mal davon aus, dass Du eine Leseratte bist, und in Beni Mellal die meisten Deiner Lesewünsche umgehend befriedigt werden.
- Es soll Menschen geben, die Wert auf eine ordnungsgemäße und hygienische schulmedizinische Versorgung legen. Andere können auf Hygiene verzichten, oder wenden sich gleich an Wunderheiler (Du weißt schon, die mit den verpackten Koranblättchen, oder den Stand am Rande des Wochensouks mit den Wunderpülverchen). Li brit.
- Verhandelst Du nicht angegebene Preise? Kann man so machen, kein Problem.
Über Deinen letzten Satz habe ich länger gerätselt. Mir erschließt sich daraus folgendes: Dich interessiert bei Männern besonders, was die so unter der Gürtellinie haben. Ist es lächerlich? Könnte es nerven?