Liebe Elissa,
da muss ich mich doch nun einmischen. Auch ich war Baissarasüchtig, nachdem ich ein Jahr lang, fast ausschliesslich Baissara gegessen habe und ich zum laid l kebir plötzlich keine bekam, da befriedigte mich nichts anderes, auch nicht der Hammel.
Somit lernte ich Baissara kochen, auf Casa Barata in Tanger:
"Ful", trocken, geschält und gestückelt (bekommt man die in D?), mehrmals waschen...mit reichlich Waser aufsetzen (und die Finesse, 1 Löffel süuesses Paprikapulver dazugeben)...sonst nichts.
Kochen...Schaum zwischendurch, gründlich, abschöpfen, dieses ist unverdauliches Eiweiss!!!....bis es zerfällt. Wenn die Bohnen völlig zerkocht sind, kein Schaum mehr aufkommt, dann rührst du nochmal stark, am Besten mit einem Schneebesen (wird auch manchmal passiert) und erst dann, zum Schluss gibst Du Salz und feinzerdrückten Knoblauch hinzu.
Baissarakochen ist das Simpelste und die höchste Finesse überhaupt...Bohnen mit Wasser.
Oja, zum Schluss, bereits in der Schüssel, eine ordentliche Prise Kumin(Kreuzkümmel) und Har(Chilipulver), dazu ein Schuss "Zid l beldi", Olivenöl aus dem Rif, bestenfalls aus ouazzane (wo ich mein Öl kaufe)...und ein Brot aus dem Lehmofen, über Feuer gebacken......Appetit?
Freu Dich auf Tofu!
Ich bin kein Rezepteschreiber, lieber koche ich, doch entschuldigung @Rachidia,meine liebste "Kochinspiratorin", da musste ich Dich verbessern. Kommt nicht so oft vor...
Meine Lieblingssuppe: gelbe, geschälte Linsen, wie Baissara gekocht, doch nur das Olivenöl, tausche ich gegen "Bestes Arganöl aus Essaouira", homemade sozusagen
kulinarische Grüsse
Günter