Wie ich sehe wird es jetzt emotional.

@Mimhaat

 Antwort auf:
Zu der kafala... mag sein, dass es über komplizierte, verschlungene Pfade möglich ist und natürlich, wenn das Kind einen deutschen Pass/Namen hat wird niemand in Marokko bei der Einreise etwas bemerken... aber diese kafala und eine daraus resultierende Adoption ins Ausland dürfte werde von seitens Marokko, noch von Deutschland so einfach sein oder?
Eine Kafala kann laut marokk. Gesetzgebung und internationaler Abkommen nicht zur Adoption werden (in dem Abkommen steht dass eine Kafala nicht zur Adoption berechtigt).

In Deutschland kannst du ein Kafalakind jederzeit adoptieren, da dort nach Kindeswohl entschieden wird.
Die Gerichte ignorieren dabei aber den doppelten Kindesstatus der dann entsteht.

 Antwort auf:
Eine zweite, indirekt dazugehörige Frage... vielleicht etwas naiv - aber gibt es denn in Marokko viele wirkliche Waisenkinder? Durch die islamischen Familienstrukturen, gibt es doch so viele Verwandte evtl. Bekannte... wie sieht es aus, wenn es noch Verwandte gibt, die nur aus finanziellen Gründen vielleicht keine Fürsorge übernehmen können? Welche "Ansprüche" haben die dann noch?...
Danke im Voraus schonmal für deinen angekündigten Beitrag.
Ich hoffe ich habe den Text verstanden.
Unter eine Kafala fallen alle Waisenkinder, Findelkinder, aufgebene Kinder und Kinder die den Eltern weggenommen wurden. Diese Kind sind dann laut gesetzlicher Definition verlassene Kinder.
Wenn nun innerhalb der Familie die Kinder weitergegeben werden, so hat das mit der Kafala nichts zu tun.

Wenn nun ein Kind als verlassenes Kind zählt, so kann diese durch eine Kafala einer Einrichtung (Heim), einem Ehepaar oder einer Frau zugesprochen werden.

Wenn die Wahl zwischen mehreren Ehepaaren erfolgt, so erhält das kinderlose Paar den Vorzug.

Wenn nun ein verlassenes Kind von Verwandten genommen werden soll, so müssen auch diese eine Kafala beantragen.

Wenn ein Kafalakind noch lebende Eltern hat, so haben diese dennoch keinerlei Anspruch mehr auf das Kind, da die Kafala als endgültig betrachtet wird (denn das Kind war vorher ein verlassenes Kind).

@Ulla
 Antwort auf:
"Halb-legal" (wie Mimhaat es nennt) geht und ging es (heute wie früher) nicht. Denn die Gesetzgebung in Marokko wie auch in Deutschland war/ist sehr streng und Du brauchst immer die Zustimmung des marokkanischen Jugendamtes, Vormunschaftsrichters + Staatsanwaltes (Bakschisch unmöglich und Prozeß fest im marokk. Gesetz definiert!) sowie die Zustimmung der deutschen Behörden (Jugendamt + Ausländerbehörde), sonst bekommt das Kind kein Einreisevisum für Deutschland.
Für Deutsche Staatsbürger ist es in Ordnung das ein Jugendamt (Landesjugendämter) aktiv ist.
Aber nur wenige lassen Marokko nur noch zu.
Die marokkanische Gerichtsbarkeit hat in den letzten Jahren daran gearbeitet um Mängel abzustellen. Das einzigste was noch zu bemängeln ist, das sind die konsularischen Vertretungen, die es versäumen den Kindesverlauf zu kontrollieren (dieses steht denen gesetzlich zu).

Für Marokkaner die aber migriert sind (also vorher in Marokko lebten) für die sind Regeln von deutschen Behörden nicht relevant.

 Antwort auf:
Aber: Die Gesetzgebung in Deutschland hat sich um 2003 herum geändert.
Nein, schon viel früher. 2003 gingen nur noch Altfälle durch.
Alle 2003 beantragten Fälle sind so wie ich es beim Auswärtigen Amt gesehen habe abgelehnt worden. Nur ein Fall weil nur marokkanische Staatsbürger blieb im Klageweg.

@Tangeroise

 Antwort auf:
dennoch ist es für diese Kinder in Staattobhut zu bleiben besser als ins Ausland abgegeben zu werden. Ich kenne viele ehemalige uas diesen Waisenhaüser-dar al ihssane- die späetr die Karriereleiter beim Staatsdienst erklimmen könnten, torhandwerker geworden sind und beim Militär-Offiziere sogar generale sind uach dabei
es ist meine persönliche meinung:
ich finde es nicht gut wenn Kinder mit andere Hautfarbe, Kulturhintergrund von Fremden adoprtiert werden, deshalb ist Kafala gut und wenn jemnad wirklich helfen will dann kann man Kafal Pate werden für Kinder die man in ihren gewohnten Umgebung lässt aber durch Hilfe dennen manches ermögllichst
so sehe ich es
Ja ich bin da deiner Meinung. Die von mir geführte Diskussion geht aber darum das Marokkaner in Ausland gehen und einige wenige eine Kafala ausüben. Gerade diesen wird das ausüben dann aber verwehrt. Im Gegenzug stellt ein Belgier der zum Islam konvertiert, einen Antrag auf eine Kafala. Dieser bekommt dann auch noch diese und hat aber gleichzeitig einen Adoptionsantrag in Belgien (da geht dann auch die Adoption, weil das Kindeswohl zählt). Dieser Belgier darf das Kind mitnehmen, weil belgische Behörden ein Visum erteilen. In Deutschland ist es auch so.
Gerade da tut sich das pure Unrecht auf.
Mir sind Personen bekannt die eine Kafala gemacht haben, zum Islam konvertierten und hier in Deutschland immer noch Katholiken sind??!!

In Deutschland lehnen jetzt deshalb die Landesjugendämter immer einen Adoptionsantrag für Marokko ab (bis auf eine einzige Ausnahme).

Eine Kafalapatenschaft gibt es nicht, da dieses gegen das marokkanische Gesetz verstößt.
Ein Kafalakind ist wie ein leibliches Kind zu behandeln, stehen alle dinge zu die auch leiblichen Kindern zustehen.

@Henriette

 Antwort auf:
Guten Abend, viel weiter bin ich bei der Recherche nicht gekommen. Aber das hier kann ich Dir, Tangeroise, auf Deine Befürchtung hin begegnen:

"Frage: Werden die Kinder durch internationale Adoption nicht entwurzelt und ihrer kulturellen Identität beraubt?

Antwort: Die Zugehörigkeit eines Kindes zu seinem Volk und Kulturraum ist nicht etwas Angeborenes, sondern etwas Erworbenes.

Das Findelkind auf den Straßen der Städte der so genannten "Dritten Welt" erwirbt nicht die kulturelle Identität seines Volkes, sondern die der Straße, des Mangels und der Verlassenheit. Die Entwurzelung hat bereits mit seiner Verlassenheit und der damit verbundenen Verwahrlosung eingesetzt. Die Heimat haben diese Kinder schon dann verloren, als sie kein Zuhause mehr hatten. Das Argument der Entwurzelung und des Verlusts kultureller Identität ist angesichts des Elends verlassener Kinder in vielen Ländern der so genannten "Dritten Welt" ein zutiefst zynisches. Für diese Kinder ist internationale Adoption sicher nicht die optimalste, aber häufig die zurzeit geeignetste, weil wirkungsvollste Nothilfe."

Auch ich denke an Adoption eines Findelkindes, wie meine Schwester und ihr algerischer Mann. Sollten die beiden es mit Algerien schaffen, wäre das auch mein Wunschland. Denn ich habe in Algerien sehr traurige Kinderschicksale in Heimen gesehen. Aber vielleicht sind die Zustände in Marokko ja besser, so daß die Kinder vom Staat so gut versorgt werden, wie Du es beschreibst.
Ich wünsche es ihnen das sie es in Algerien schaffen. Algerien ist aber wesentlich schwieriger als Marokko.
Die kulturelle Identität spielt bei Kindern nur eine Rolle wenn diese ein gewisses Alter erreicht haben. Behörden bringen so etwas gerne als Ablehnungsgrund.
Wenn aber Marokkaner oder Algerier ein Kind aus Marokko wollen, so ist da kein Kulturunterschied, zumal die Bindung zur Heimat bestehen bleibt.

Gerade hier sind aber Deutsche Behörden zu unbeweglich.


@Lmarrakchi
 Antwort auf:
Zur der Gründe warum die adoption marokkanische ( aber auch algeriesche) in Frankreich nihct geht:

Wie viele teilneher zurecht erklärt haben erkennt die Islamische bzw die Justiz in Marokko nicht die Adoption nach dem Französichen recht !!
Die marokkanische Justiz erkennt keinerlei Statusänderung des Kindes an. Kafala bleibt Kafala.
Das Haager Übereinkommen von 1996 wurde von Marokko als ersten Staat ratifiziert. Dort ist klar definiert das die Kafala nicht zur Adoption berechtigt (da der Kindesstatus sich ändert).

Frankreich hingegen hat gesetzlich untersagt das eine Kafala zur Adoption gewandelt werden darf.
Migranten dürfen aber eine Kafala in Frankreich ausüben, wenn diese nicht französische Staatsbürger sind.

 Antwort auf:
Die französiche recht acceptiert aber erst dan ein Adoption wenn dieser auch in der herkunft Land des Kindes als solche anerkannt ist !!

Demzufolge ist es nicht möglich für Franzosen (oder in Frankreich lebenden Personne ) Kinder aus Marokko zu adoptiren ---> dies gilt auch für Algerien !!
Bei Migranten wenn diese z.b. nur Algerier oder Marokkaner sind, ist die Kafala in Frankreich aber ausführbar (berechtigt zur Einreise nach Frankreich).

 Antwort auf:
Villeicht ist das auch der Fall in Deutschland !!
Deutschland hat eher ein Ausländerproblem (Zuzug begrenzen etc.).
Die deutsche Gerichtsbarkeit sprach sogar in Deutschland bereits eine Kafala aus.

@Henriette
 Antwort auf:
Es haben sich netterweise bei mir 2 deutsche Familien gemeldet mit Kindern aus Rabat. Eine Familie hat ein Kind mit der Glasknochenkrankheit (die Knochen sind so dünn, daß sie bei der geringsten falschen Bewegung brechen).
Eine Anmerkung: Beim diesem kranken Kind wird die Kafala niemals enden. Während eine normale Kafala nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt läuft.
Diese Sind: Volljährigkeit, das Kind muss für sich selbst sorgen können, bei Mädchen bis zur heirat und tot des Kindes oder des Annehmenden.


@Tangeroise

 Antwort auf:
warum in die FErne
auch hier gibt es Babyklappe Kinder es gibt genug Kinder die weder Liebe noch Aufmerksamkeit kennen warum nicht aus Deutschland?
oder aus Portugal
oder noch schlimmer geht es den Kindern in Ostländer
speziel in Russland die gibt es à gogo und dennen geht es Elend
Ich frage nur weil ich nicht verstehhe warum ein Europear sich so eine Mühe macht um ein Kind uas ein maghrebinisches Land holt.
Ich verstehe es auch nicht.

Vielleicht ist es das anders aussehen?

@Mimhaat

 Antwort auf:
Natürlich gibt es in Deutschland auch Waisenkinder, aber auch mehr als genug Interessenten. Eine Adoption im Ausland zieht sich oft über Jahre hin, aber ist damit immernoch meist unkomplizierter als hier - vor allem aussichtsreicher. Die Gesuche nach Pflegefamilie dürfte in Deutschland vermutlich wesentlich dringlicher sein, als nach Adoptionseltern.
Eine Adoption aus dem Ausland geht für Deutsche nur über das Inland. Alles andere ist nicht zulässig.