Liebe Anna,

besten Dank für die Mitarbeit und die Hilfe. Es ist schwierig sich immer richtig und exakt auszudrücken, damit auch jeder erkennt, was ich da so meine. Also, zu dem Punkt Untersuchung in D. Es ist so, das es praktisch schwierig sein wird, den Idriss ohne meine Anwesenheit in Marokko zu einer ordentlichen Voruntersuchung in eine entsprechende Großstadt zu bekommen (kein eigener Antrieb, Geldproblematik, Sprachprobleme usw.).

2. Problem: Äthiopische Ärzte. Es ist ein Zufall, der mit einer Vereinsarbeit meiner Ärztin zusammenhängt. In der DDR gab es brüderliche Hilfe für äthiopische Bürger. Diese sind ausgebildet worden. Einige davon sind gute Augenmediziner in führenden Positionen an der Karl-Marx-Universität geworden. Mit der Wende hat man diese leider fast alle durch Leute vom Westen ersetzt. Aber diese Ärzte haben sich zu einem Verein zusammengeschlossen und helfen nun gemeinsam mit engagierten Ärzten aus unserem Land in Verschiedenen Projekten in Äthiopien.
Meine Ärztin, die Mitglied in diesem Verein ist, kennt diese Augenärzte. Nun war es der Gedanke, einen dieser Ärzte bei den vielen Reisen, die diese Leute unternehmen, in Marokko vorbei zu senden, um vor Ort dem Idriss „in die Augen zu schauen“!
Das waren erste Gedanken!!!!
Ich versuche alles mögliche zur Zeit abzuklopfen, um einen praktikablen Weg zu finden.

Derzeit glaube ich, das die unproblematischste Lösung darin besteht, den Jungen zu uns zu holen, und hier alles vor Ort zu organisieren.

Das Problem der Enttäuschung, würde der Junge auch in Marokko erleben. Wenn das Augenlicht nicht reparabel ist, dann ist es wahrlich eine schwere Enttäuschung für den Jungen und auch für uns.
Aber ich glaube, das es für den Jungen auch ein großes Erlebnis sein kann, hier zu uns nach D zu kommen, Hilfe zu spüren und einige Tage umsorgt zu sein.

Nun ich kenne auch noch keine absolute Lösung. Aber es kristallisieren sich 2 Probleme heraus:

1. die Visumbeschaffung und
2. die Beschaffung von Geld, wenn es dann zu einer „richtigen“ teueren Operation kommt.

Nun, ich werde jetzt erst einmal von Deiner marokkanischen Spezialistenadresse profitieren. Ich schreibe den Herrn Dr. Mohammed Belmekki mal an.
Berichte folgen immer dann, wenn etwas wichtiges zu vermelden ist.

Bis bald verbleibt mit freundlichen Grüßen,

Wolfgang aus Chemnitz


siehe auch meine Infos unter:

www.dr-ammon-tours.de