Hallo an alle, die sich an diesem Beitrag beteilig(t)en!

Auch wir (eine Gruppe von Investoren) beschäftigen uns mit der Firmengründung in Marokko. Allerdings sind wir schon alleine mit den Vorbereitungen seit ca. zwei Jahren beschäftigt.

Zu dem von Horst (? ich hoffe, jetzt nichts durcheinander zu bringen...) beschriebenen Problemen kann ich allerdings absolut nichts beisteuern, zum einem weil wir nicht in der Tourismusbranche aktiv sind und zum anderen weil sich die Rahmenbedingunen für uns anders dar stellten.

Am Anfang stand bei uns die Kontaktaufnahme darin, dass sich ein marokkanisches Konsortium an uns wandte mit der Bitte, zu prüfen ob eine Firmengründung in MA für uns interessant wäre.

Erste Sondierungen in 2000 ergaben, dass ein Engagement durchaus interessant wäre. Daraufhin wurde mit der Konzeption und Planung begonnen.

Ich führe dies nur aus einem einzigen Grund an: Selbst bei der Aufforderung durch potentielle Auftraggeber erfordert die Firmengründung in Marokko eine sorgfältige Vorbereitung, die nicht einfach so über das Knie gebrochen werden kann.

Bevor auch nur ein einziger Euro in dieses Land fließt - ob nun in Geldform oder in Form von Maschinen oder technischer Ausrüstung - muss man sich nach allen Seiten absichern und vor allem im Vorfelde entsprechende Kontakte knüpfen. Auch hier befinden wir uns in einem gewissen Vorteil, indem wir einen gebietsansässigen Marokkaner - der über sehr gute Beziehungen verfügt - mit einer Minderheitsbeteiligung an der Unternehmung teilhaben lassen. Dies kostet so gut wie nichts (4%), bringt aber sehr viele Vorteile.

Im August ist es nun soweit und wir erwerben das erste bebaute Grundstück und beginnen in etwa im Oktober mit dem operativen Geschäft.

Zusammenfassend an alle, die sich mit dem Thema "Selbständigkeit in Marokko" beschäftigen ist mein Rat: Bereitet Euch sorfältig vor und beschafft Euch Vitamin B. Ohne einflussreiche Kontakte sehe ich keine ernstzunehmende Chance.

Viele Grüße aus Hamburg

André