Hallo Rolf und Josef,
in der Tat ist der Umgang der Patrone mit ihren Angestellten in Marokko oftmals unter aller Würde. Ja, wenn es dann mal einer geschaft hat sich hochzuarbeiten oder sich selbstständig macht, sei es mit einem Kleinimbis, hat er gleich seine Leute und tut selbst nichts mehr.
In Äthiopien habe ich jetzt oftmals erlebt, daß die Männer im Schatten liegen, mit einem abgeschnittenen Kuhschwanz die Fliegen wegfächernd, den Frauen bei der Arbeit zusehen und dann klagen, wie arm sie doch seien.
Wenn alle mit anpacken würden, ginge es vielen, ja gar der gesammten Landesentwicklung besser. Es ist aber nun mal afrik. Mentalität, daß derjenige, der eine gewisse Machtstellung hat, nichts mehr oder kaum was tut.
Ich kann mich damit auch nicht anfreunden, habe es auch immer sehr schlimm gefunden, daß der Vorarbeiter auf meiner Plantage,
(www.emarokko.net/thomas/)
während meiner Abwesenheit, die anderen Leute herum kommandiert und selbst nur faulenzt. Wenn ich dort bin, bin ich selbst mir aber nicht zu schade dazu, Mist mit der Schubkarre auszufahren. Aber genau der Vorarbeiter ist derjenige, der am meisten klagt und nach Europa will.
Thomas