Israel als eine politische Einheit zu betrachten und in unfaire Solidarität mit einer Politik zu verfallen halte ich für heuchelei.

Heuchleriche Kundgebungen der hiesigen Politiker helfen keinem weiter.

Die arabischen Juden Israels und Peretz allen vorran bilden eine benachteiligte und vom wirtschaftlichen Erfolg Israels abgekappselte Bevölkerungsgruppe.

Wer nicht namentlich mit ski endet und nicht aus Ukraine und Restvodkaland kommt hat keine reellen Chancen in Israel.

Man muß differnziert an die Sache rangehen um sich eine Meinung zu bilden.

......Die Wahl eines sephardischen Juden zum Vorsitzenden der Arbeitspartei könnte gleichwohl etwas Positives bewirken. Peretz ist das unerwartete Produkt eines Bildungssystems, das sephardischen Schulabgängern nicht die Chance verschafft, einen eigenen Platz in der israelischen Wirtschaft zu finden. Stattdessen bläut es ihnen ein, sie müssten sich "entarabisieren" , also die Wurzeln ihrer arabischen Herkunft vergessen. Diese Menschen haben gelernt, dass sie stramm antiarabische und speziell antipalästinensische Positionen beziehen müssen, um in die jüdische Gesellschaft Israels integriert zu werden. Deshalb wurden Städte wie Sderot nahe der unsicheren Grenzen errichtet, in Reichweite palästinensischer Waffen. Hass oder Animositäten entwickelt man viel eher, wenn man ständig fürchten muss, beschossen zu werden.

Amir Peretz hat bewiesen, dass man von Sderot aus ganz noch oben kommen kann, auch mit linkszionistischen Ansichten. Von seiner Politik wird man keine wesentlichen Veränderungen erwarten können, aber vielleicht wird sich in der nächsten Generation marokkanischer Juden eine Führungsfigur finden, die sich noch ein Stück weiter von den antiarabischen, orientalistischen Ideologien befreit. Und die es schafft, die in der Gesellschaft vorherrschenden Denkweisen zu verändern.

99 Prozent der Einwohner von Sderot und ähnlichen Orten werden es nie zum Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten bringen, sie werden wohl nicht einmal einen Job und eine anständige Wohnung oder Ausbildung finden und auch nicht ihren Seelenfrieden. Sie sind gleichermaßen Opfer des Zionismus wie die Palästinenser. Bleibt die Hoffnung, dass sie dieses gemeinsame Schicksal eines Tages als gemeinsames empfinden werden. Und dass dann eine gemeinsame Führung möglich wird und eine wirkliche Roadmap für den Ausweg aus der Misere, die in Israel wie in Palästina herrscht.

© Le Monde diplomatique, Berlin
Aus dem Englischen von Niels Kadritzke

Er läßt jetzt ein arabisches Land bombadieren, daß zeigt mir nur wie undankbar er ist.

Ist Marokko nicht Ihr Geburtsland und haben Ihre Vorfahren nicht Schutz und Gebortgeheit vor der Spannokel Kreuzug und Antisemitischer (Progromme)Übergriffe in Marokko gefunden.

Ein Maroccaner ist er immer noch, denn Marokko entläßt niemanden aus der Staatsbürgerschaft.


Amir Peretz (* 9. März 1952 in Bojade, Marokko) ist ein israelischer Politiker und Gewerkschafter. Er ist seit Dezember 1995 Vorsitzender des israelischen Gewerkschaftsbundes Histadrut und wurde am 9. November 2005 zum Vorsitzenden der Arbeitspartei gewählt. Außerdem ist er seit dem 4. Mai 2006[1] Verteidigungsminister Israels.

1973 wurde Amir Peretz im Jom-Kippur-Krieg schwer am Bein verletzt. Sein letzter Dienstgrad bei den Fallschirmjägern war Hauptmann.

1983 gewann Amir Peretz für die Arbeitspartei die Bürgermeisterwahl in Sderot und beendete damit eine lange Periode, in der die Stadt von Likud und der Nationalreligiösen Partei (Mafdal) regiert wurde.

1988 wurde Peretz Abgeordneter in der Knesset.

1999 verließ Amir Peretz die Arbeitspartei und gründete die Partei Am Echad, die 1999 zwei Sitze und 2003 drei Sitze errang. Im Sommer 2004 vereinigten sich Am Echad und Arbeitspartei.

Bei einer Mitgliederurabstimmung am 9. November 2005 um das Amt des Vorsitzenden der Arbeitspartei gewann Peretz mit 42,35 % gegen Amtsinhaber Schimon Peres (39,96 %) und Benjamin Ben Eliezer (16,8 %). Peretz kündigte an, die Koalition mit dem Likud aufzukündigen.

In der neuen Koalition mit der Kadima-Partei und der Rentner-Partei unter Ministerpräsident Olmert wurde er zum Verteidigungsminister ernannt.


So wie man die Strahlen der Sonne nicht zudecken kann,
so kann man auch das Licht der Wahrheit (Al Hakk) nicht auslöschen.

Israelitisches Sprichwort