najib,
du scheinst ein übel mit einem anderen rechtfertigen zu wollen.
zum einen ist es so, dass die übel, die du ansprichst, im westen auf grossen widerstand stossen und als skandale gelten. in der gellschaft herrscht ein konsens, das sie übel sind und dass sie bekämpft werden müssen, das gegenteil von dem, was du prädigst.
zum anderen gibt es statistiken und fakte, die einen - zumindestens groben - internationalen vergleich ermöglichen.
der umstand, dass man sich in Marokko nur gesund ernährt ist ein fake. zum einen modernisiert sich das land nach und nach, so dass der markt ähnliche qualität wie in europa bietet, zum anderen fehlen bewustsein für eine gesunde und bewuste ernährung (nicht zuletzt wegen solch einer mentalität, wie du hier vertritst), sowie effiziente kontrolen, was die zahlreichen fälle von massenhaften lebensmittelvergiftungen, zumal in gegenden, wo der schwarzmarkt herrscht wie in deiner nähe, erklärt.
in deiner reaktion zeigst du, dass du die realtität und ihre subtilitäten nicht kennst. ich habe oben vom druck der gesellschaftlichen moral gesprochen, der immens ist, weil er vor allem verinnerlicht ist. selbstvertändlich hat eine schwangere frau die wahl nach dem islam zu fasten oder nicht, doch keine wird das fasten wegen der schwangerschaft (und somit auch wegen späterer konsequenzen für das kind und ihre gesundheit) brechen, solang ihr gesundheitlicher zustand nicht - sofort und in dem moment - kritisch wird. das ist die gefahr.
ich kenne einen jungen menschen, der in den ersten jahren, wo er anfing ramadan zu machen, gleich zwei mal zum brechen des fastens gezwungen wurde, da sein zustand kritisch zu werden drohte! warum hatte er nicht gleich selbst aufgehört? und wo steht genau die grenze, für einen gläubigen solch eine grosse sünde wie das brechen von ramadan zu vermeiden?
deine frau ist gesund und scheint während der schwangerschaft fasten zu können, das freut mich wirklich sehr. viele andere frauen sind opfer von populistischer und traditioneller (mis-) interpertation und auslegung von religion. das muss geändert werden.
gruss
jm