Guten Morgen, Rachida!
Danke für Deine Antwort!
Ich hatte mir letztes Jahr auch das oben angegebene Buch gekauft: "Unsere Opfer zählen nicht - Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg". Ein sehr nützliches Buch, um zu verstehen, in welchem Ausmass Menschen aus vielen Ländern fern von Europa mit in diesen Krieg hineingezogen wurden, als oft zwangsrekrutierte oder auch mit falschen Versprechen gelockte Soldaten, und natürlich auch als betroffene Familienangehörige, Frauen, Kinder und alte arbeitsunfähige Eltern...
"Egalité-fraternité-Liberté"... Aus Frankreich wird in dem Buch berichtet, dass vor dem Einmarsch der Befreiungstruppen in Paris, ein "Blanchissement" vorgenommen wurde, d.h. General de Gaulle "liess die schwarzen Soldaten, die sich bis dahin für das Freie Frankreich geschlagen hatten, durch weisse ersetzen". (S.110)
Dass jetzt, 61 Jahre nach dem Kriegsende, endlich gleichwertige Kriegspensionen gezahlt werden sollen... Tja, wie du auch du schreibst, Rachida, sind die ehemaligen Soldaten inzwischen sehr alt und wenn man an die statistische Lebenserwartung denkt, so sind die meisten wahrscheinlich schon tot... Daher würde mich mal interessieren, wie denn dieser Vertrag im einzelnen aussieht. Wird Geld nachgezahlt, bekommen die Witwen eine Hinterbliebenden-Pension?
Gruss von Anna