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Re: Dank an marokkanische Soldaten #51424
17/07/05 12:04 AM
17/07/05 12:04 AM
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Anna Norge Offline
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Anna Norge  Offline
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Hallo, alle miteinander!

Hier gibt es ein weiteres Buch, das Beiträge zu diesem Thema enthält:

Unsere Opfer zählen nicht - Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg

Aus der Buchbeschreibung:

"Ihre Kriegseinsätze kommen in den Geschichtsbüchern nicht vor, und ihre Gefallenen sind nirgends aufgelistet. An ihre Opfer erinnert kaum ein Monument und an den Bombenterror in ihren Städten keine Fernsehserie. Die meisten ihrer Zwangsarbeiter erhalten keine Entschädigung und die meisten ihrer Veteranen keine Kriegsrente.
So hoch der Preis auch war, den die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg zahlte, so konsequent wurde er seitdem vergessen und verleugnet.

Millionen Soldaten aus Afrika, Asien, Südamerika und Ozeanien kämpften und starben in diesem Krieg, den der deutsche und der italienische Faschismus sowie der japanische Großmachtwahn verursacht haben...".

"...Allerdings war die Dritte Welt nicht bloß Opfer in diesem Krieg. Antikoloniale Bewegungen im Nahen Osten (von Ägypten über Palästina bis in den Irak und den Iran) und in Asien (von Indien und Burma bis Thailand und Indonesien) sympathisierten mit den faschistischen Mächten und stellten Hunderttausende Freiwillige für deren Krieg. 3000 Rekruten der von den Nazis ausgehobenen „Indischen Legion“ ließen sich 1944 sogar in die Waffen-SS eingliedern und verübten Massaker an der französischen Zivilbevölkerung. Auch davon berichtet dieses Buch...".

Ich frage mich @Thomas, welche Quellen du für deine unten von mir hervorgehobene Behauptung über "die Araber" hast:

"Wenn Journalisten den Mut besitzen koennten, ueber die Sympatisanten und Befuerworter des III. Reiches und deren Beweggruende zu berichten ohne sie von vornherein als schlechte, verachtenswerte Menschen darzustellen, dann faende ich dies viel interessanter und tatsachenentsprechender als wieder mal einen Versuch vorzustellen, in dem "neue Opfer" hneingedreht wurden.
Denn die Zahl der Befuerworter bei den Arabern war viel groesser als die Zahl der Opfer!"

Welche Zahlen und Fakten sind dir über marokkanische Soldaten im 2.Weltkrieg bekannt?


Gruss Anna

Re: Dank an marokkanische Soldaten #51425
17/07/05 02:42 PM
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Thomas Friedrich Offline
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Elissa und Anna,

wenn ich wieder mal in Deutschland bin lasse ich Euch einige Quellbuechertitel zukommen, in denen Ihr Fakten jenseits des Zeitgeistes erfahrt.
Ausserhalb der BRD kann ich mich auf unzaehlige Gespraeche mit Zeitzeugen aus Entwicklungslaendern berufen, deren Meinung ebenfalls recht eindeutig ist.
Sie sahen sich weniger als Opfer des III. Reiches, vielmehr als Opfer ihrer Kolonialherren, die sie in den Krieg schickten (verheizten), in dem sie aus eigenen Interessen heraus auf der anderen Seite bzw. gar nicht gekaempft haetten.
Es entspricht leider dem Zeitgeist, das hoert sich ja auch im Sinne der Voelkerverstaendigung so schoen an, wenn alle als Kaempfer gegen das III. Reich vereint sind.
Ich finde es beschaemend, wenn weite Teile des "Verlierervolkes" die Geschichtsschreibung der Sieger und jener, die nur aufgrund dessen, dass sie deren Gesinnung annahmen gewissen Einfluss bekommen konnten, so vorbehaltslos als ihre eigene Meinung und Tasache annehmen.
In den ueber 45 Laendern die ich intensiv bereist habe, darunter besonders Entwicklungslaender, ist die weitverbreiteste Meinung eben so, wie ich beschrieb.
Reist selber und informiert Euch bei den Leuten und nicht aus Buechern in Euren Wohnungen!


Beste Grüße
Thomas

In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
Re: Dank an marokkanische Soldaten #51426
18/07/05 10:44 PM
18/07/05 10:44 PM
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amezzir
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tint Offline
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amezzir
Für die Chatter gestern abend!
Voila!
Elissa deine Quellen sind auch dabei!
Während des Zweiten Weltkrieges dienten ca eine halbe Million Soldaten aus Afrika in der französischen Armee und noch lange nicht alle freiwillig,darunter ca 200 000 Algerier .Aber das ist ein anderes Thema .
Vertreten waren unter anderem Marokko,Algerien ,ya Tunis
Niger, Tschad, Togo der Senegal, Mali, Benin, Burkina Faso, Kamerun, Kongo, der Elfenbeinküste, Gabun und Mauretanien,

Toulon,Elba Korsika( wobei man bei denen meinen sollte ,sie haben es bis heute nicht gerafft ),wurden von ihnen befreit unter den deutschen Orten waren es Landau ,Lörrach, Neustadt, Waldshut ,Trier,Speyer und Mainz usw.
Im August 1944 machten die Tiraileurs Algerienne der deutschen Besatzung in Landau ein Ende..Später sassen dort 1959 ein Kahled Nezzar ;Fodil Cherif und ein noch dünner Lamari als junge Burschen ihren Militärdienst ab.Die Namen müssten heute noch jeder Saharageisel das Herzlein höher schlagen lassen,sowie jeden Harcoresalaf zu Panikattaken treiben .


Am 8 Mai 1945 während Europa feierte ,schossen französische Militärs unter Mithilfe einiger den halben Küstenstreifen Guelema,Setif Nordafrikas zusammen und scheuten sich nicht ,Einheimische in Kalköfen zu verbrennen.Europa feiert -Nordafrika weint.Später diente in der franz.Legion ein gewisser Schönhuber-Gründer der Reps.
Die französischen Militärs sahen die deutschen Legionäre zumeist als die besten Legionäre an was besonders später der Dhjudura zu spüren bekam .
,
http://www.algerie-dz.com/article611.html

Mein Kopp und mein Clan

Ebenso 1945 absolvierte ein weltbekannter Fussballspieler unter den Franzosen ,der es sogar zu einem Präsidentenamt schaftte , aber nur drei Jahre!
Was im März 1956 für Marokko nach langwierig errungener Freiheit aussah, war es in den darauf-folgenden Monaten und Jahren wohl noch lange nicht.

Viele neuerlichen Aufstände und militärisches Intervenieren der Franzosen bestimmte die Zeit zwischen 1956 und 1960 und da will man auch nicht wissen wer so alles in des Frosches Uniform steckte.

Ein trauriger Fakt eines Protektorats oder einer Kolonialherrschaft ist immer die Ausbeutung des annektierten Landes zu Gunsten des Mutterlandes. Bei Marokko war das auch nicht viel anders. Während die Franzosen auf Kosten der Marokkaner gut lebten und Reich wurden, mussten jene sich mit wenigem begnügen.

Während ein französischer Facharbeiter 4200 FF plus Familienzulage für die Kinder erhielt, musste sich sein marokkanischer Arbeitskollege mit weniger als ¼ davon begnügen.

http://www.morocco.com/

und Dr. H,merci
Kommen wir aber mal zu einem jungfräulichen Thema deutschen Geschichte und der sogenannten Entnazfiizierung .Was gibt es schlimmeres wenn man seine eigene Geschichte nicht kennt -aber mit erhobenen Zeigefinger auf andere zeigt.Nichts!!Wobei ich manchmal den Eindruck habe die sogenannte Entnazifizierung -es war für die Katz..

Nach der Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg und seiner im Versailler Vertrag beschlossenen vollständigen Dekolonialisierung wurden 1919 das linke Rheinufer genannt EWF,sowie Teile des Saarlandes und FFM von französischen Truppen besetzt. Unter ihnen befanden sich etwa Kolonialsoldaten nord- und ostafrikanischer sowie asiatischer Herkunft.

In den folgenden Jahren entlud sich gegen die als „Schwarze Schmach“ bezeichneten Kolonialregimenter eine beispiellose Hetzkampagne, die auch ihre Nach-kommen traf. Die als „Rheinlandbastarde“ diffamierten Schwarzen "deutschen "Kinder stellten nicht nur das sichtbare Ergebnis der Kriegsniederlage dar, sondern waren als" Deutsche" mit allen staatsbürgerlichen Rechten – in völkischer Logik – bis ins Innerste des „gesunden Volkskörpers“ vorgedrungen.

Bereits 1923 begannen Regierungsstellen mit der Erfassung der Rheinlandkinder, 1933 ordnete Hermann Göring der Dicke eine Überprüfung und Erweiterung der entsprechenden Listen an. Da eine legale Sterilisierung der Rheinlandkinder auf der Basis des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ nicht möglich war, wurde im Frühjahr 1937 mit ihrer illegalen Sterilisierung begonnen. Koordiniert wurde die Aktion durch die neu gebildete „Sonderkommission 3“ im Gestapo-Hauptquartier. Die schwarzen Jungs entsorgte man dann später beim Russlandfeldzug.

Ihr Überfallcharakter gab den betroffenen Jugendlichen keine Chance, sich zu wehren oder juristische Schritte einzuleiten. Bei 436 enden die in den Aktenkopien enthaltenen „laufenden Nummern“ der Schwarzen deutschen Sterilisationsopfer.Wie die Aussagen von ZeitzeugInnen belegen, war die Zwangsmaßnahme weder auf die Kinder französischer Kolonialsoldaten noch auf das Jahr 1937 beschränkt.

quelle deutschafros
www.cybernomads.de

und A. Adebessi -merci


Aus bislang gesichteten Häftlingslisten ist z.b. bekannt, dass der Einweisungsgrund nicht immer angegeben wurde. Insbesondere bei Männern und Frauen mit deutschen Namen ist es also im nachhinein unmöglich, ihre schwarze ,braune nomaide Identität nachzuweisen. Die Einweisung ins KZ traf unterschiedlichste Individuen afrikanischer Herkunft: KolonialmigrantInnen und ihre Kinder, afrodeutsche Einzelpersonen, Schwarze aus den Amerikas, Europa und Afrika - die meisten bis heute namenlos.
In der historischen Forschung schätzt man die Zahl der in KZs ermordeten Menschen afrikanischer Herkunft auf 2000. Sie berücksichtigt jedoch nicht die zahlreichen Opfer der in Kriegsgefangenlagern inhaftierten Afroamerikaner sowie der afrikanischen Soldaten der französischen, belgischen und britischen Kolonialtruppen.


In der historischen Forschung schätzt man die Zahl der in KZs ermordeten Menschen afrikanischer Herkunft auf 2000. Sie berücksichtigt jedoch nicht die zahlreichen Opfer der in Kriegsgefangenlagern inhaftierten Afroamerikaner sowie der afrikanischen Soldaten der französischen, belgischen und britischen Kolonialtruppen.

Colonel Duvernois der für die französische Besatzungszone bei den Niederbayrischen -Oberpfälzischen Stämmen verantwortlich war hatte die Idee einer Auslandsverschickung der "afrodeutschen Kinder" Die Begründung der Strategie ;die Kinder durch Verschickung oder Auswanderung in ein Land mit überwiegend dunkler Bevölkerung vor dem Rassismus ihrer Landsleute ,die die Rassentherorien der Nazis noch nicht vergessen hätten zu bewahren ,sollte bis weit in die 70 erJahre hinein nichts von ihrer Argumentationskraft eingebüsst haben .Diese sollte wenige Jahre später vom BUndesinnenministerium aufgegriffen und auch in Ansätzen durchgeführt werden
Wobei der Franzose in seinem Land einfach Stacheldrähte über die Verhaue seiner nordafrikanischen Gastarbeiter baute .mit einer Speerstunde von 10 Uhr abends bis 6 Uhr morgens.
1959 wurden die Rentenansprüche afrikanischer Soldaten auf das damaligen Niveau angebracht-wohlweislich ahnend das über die Hälfte eben dieser Soldaten in den späten 50er jahren den Franzosen die Trikolore vor die Füsse schmiss.. Nach einer Entscheidung des französischen Gerichtes vor 5 Jahren in der das unterschiedliche Niveau der Renten als "Diskriminierung auf der Grundlage der volkszugehörigkeit " kritisiert wurde, beschloss die französische Regierung in diesem Jahr für die Soldaten aus afrikanischen Ländern eine Erhöhung der Renten um 20 prozent
Diese alten Soldaten trifft man ab und an noch bei einem Ritt durch Paris du Nord.
Quellen

Pommerin :Sterilisation der Rheinlandbastrade .Das Schicksal einer farbigen Minderheit 1918 -1937


Lilientahl Goerge- Rheinlandbastarde Rassenhygiene und das Problem der rassenideologischen Kontuineität S 426 -436Medizinjournal BFSCH 1980

Lebzelter Gisela "Die schwarze Schmach "Vorurteile -Progagnda -Myten s37 -58
Martin Peter_Schwarze Teufel -Edle Mohren (Moros)Afrikaner im Bewusstsein und Geschichte der Deutschen ,Hamburg 1983

"Araber" im KZ
http://www.stiftung-sozialgeschichte.de/naherosten/hoepp.htm


und wie steht es so schön in der Bibel !

wer ohne Fehl und Tadel der werfe den ersten Stein!


Da kommen die paar schwallenden "Araber" noch gut bei wech -oder?Wobei die wenigsten Euopäer einen Mulatten vor einem Athiöper ,geschweige den einem Araber unterscheiden können.Es kommt alles in einen Topp!


gruss an die Chatter
und shääkir


bätsch!
Re: Dank an marokkanische Soldaten #51427
03/08/05 11:52 PM
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Thomas Friedrich Offline
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 Antwort auf:
Während des Zweiten Weltkrieges dienten ca eine halbe Million Soldaten aus Afrika in der französischen Armee und noch lange nicht alle freiwillig,....
Tint, das ist genau ein Teil von dem was ich meine!
Sie wurden als "Kanonenfutter" von ihren Kolonialherren verheitzt, in einen Krieg zum Kaempfen gezwungen, was sie nicht wollten.
Statt sich heute dafuer bei ihnen zu entschuldigen und ueber Entschaedigungen nachzudenken, werden sie ein zweites mal verhoehnt, indem man versucht sie gutzustimmen, indem man sie als "Sieger" an Siegesfeiern teilnehmen laesst, bzw. sie als Opfer der Deutschen darzustellen. Beides waren sie nicht. Sie waren Opfer ihrer Kolonialherren und genau diese sollten nicht versuchen durch inszinierte Theaterstuecke von den Realitaeten ablenken.
Aber genau das ist ja Sinn dieser Verdrehungen, denn, wie in Tints Quellen ja schon angefuehrt wurde, waren Rufe nach Renten und Entschaedigungen lautgeworden.
Sicher, durch Bauchpinseleien koennen diese auch erloeschen aber gerecht ist das nicht!
Traurig ist es, wenn da auch einige Deutsche Buchautoren versuchen auf diese Interessenauslegung der ehem. Kolonialherren mitaufzuspringen (und auch noch Zuhoerer finden).


Beste Grüße
Thomas

In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
Re: Dank an marokkanische Soldaten #51428
04/08/05 03:16 PM
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Hallo zusammen,

ich lese und staune.

So ein kleiner „Topp“ - zwei marokkanische Divisionen, ein kleines österr. Bundesland – und was Ihr da alles ´reingetan habt...

Bis ich dann die Sprache wiedergefunden haben werde, könntest

Du, o Thomas,

mir einstweilen erklären, was Du unter einem „Verlierervolk“ verstehst, und mir ein, zwei konkrete Beispiele dafür nennen?

Danke
Helias

Re: Dank an marokkanische Soldaten #51429
04/08/05 04:04 PM
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Thomas Friedrich Offline
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Helias,

wundert mich, dass Du das nicht weisst, obwohl es soooo einfach ist:

Die "Voelker" Deutschlands und Oesterreichs haben den 2.WK gegen die USA, Russland und andere verloren. "Der Sieger schreibt die Geschichte." Das ist nach jedem Krieg so. Waeren Kriege anders ausgegangen, haetten wir in diesen Teilen eine andere Geschichtsschreibung, die die Menschen dann so lernen und als wahr aufnehmen und davon ueberzeugt sind.


Beste Grüße
Thomas

In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.
Re: Dank an marokkanische Soldaten #51430
04/08/05 04:47 PM
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@Thomas
Ich bin auch der Meinung, daß die marokkanische Soldaten als Kanonenfutter verwendet wurden, sie wurden in der Tat direkt an die Front geschickt ohne jeglische Training. Darüber kann ich eine filmreife wahre Geschichte erzählen aus mein bekannten Kreis, sie wurden aber auch wie Unmenschen behandelt sonst kann ich mir nicht die 50 Euro Rente erklären, die sie als Entlohnung für die Befreiung Europas erhalten haben.

Außerdem bin ich vollkommen damit einverstanden, daß die Sieger die Geschichte schreiben.
Wer das nicht einsehen will ist halt blind. Nichts zu machen.
Gut ist nur, daß sich die Geschichte immer wieder neu schreiben läßt.

Re: Dank an marokkanische Soldaten #51431
15/11/06 09:04 PM
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Hallo, alle miteinander!

Hier ist eine Meldung aus der Morocco Times vom 27.09.2006:

Some 15,000 Moroccan veterans to benefit from full pensions

”Almost 15,000 Moroccan former soldiers who fought for France during World War II will benefit from the improved military pensions the French government has decided to pay…”.

”…The decision to improve the pensions will allow veterans originating from former French colonies to receive pensions similar to those paid to their French counterparts.

Foreign veterans used to get pensions 10 to 20 times less than French former soldiers…”.


(”Fast 15 000 ehemaligen marokkanischen Soldaten, die im 2. Weltkrieg auf Frankreichs Seite gekämpft haben, wird nach der Entscheidung der französischen Regierung eine erhöhte Militärpension zugute kommen…”.

”…Die Entscheidung die Pensionen zu erhöhen, wird Veteranen aus früheren französischen Kolonien die Möglichkeit geben, Pensionen zu erhalten, die denen entsprechen, die den französischen Soldaten ausgezahlt wurden.

Ausländische Veteranen bekamen in der Regel Pensionen, die zehn- bis zwanzigmal geringer waren als die der französischen Soldaten…”.)

Vielleicht weiss jemand von Euch mehr über diese Entscheidung der französischen Regierung und welche konkreten Konsequenzen sie für die marokkanischen Veteranen und ihre Familien hat?

Gruss von Anna

Re: Dank an marokkanische Soldaten #51432
16/11/06 01:17 AM
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Deutschland
ja Anna
diese Entscheidung musste erkämpft werden, seit Jahren entschieden die Franzosen nur ein Teil zu zahlen da diese soldaten in Ma leben und weil dort das lebenstandart nicht so hoch ist würde das minimum reichen, sie bekamen zwichen 600und 800Dh
vor ungefähr 4Jahren mussten sie in Frankreich resident sein um ihre Rente zu erhalten und solebten diese Greisen-ein Teil das noch lebte in Frankreich in Männerheime, mussten 10Monate durchhalten damit sie ihr Geld bekammen, sonst hätten sie nur die 600Dh in Ma wieterbekommen.
Sie haben damals hart gekämpft, die marokkanischen legionäre aber auch die afrikanischen mussten die Dreckarbeit übernehmen sie waren das Kannonfutter und dann wurden sie so abserviert aber dank ihre Zähigkeit und Durchhaltevermögen haben sie dank den marokkanischen Sozialarbeitern und manche marokanischen Politikern geschafft endlich Recht zu bekommen, wenn man überlegt die sind alle zwichen 75-86 manche können sich kaum bewegen andere sind blind ich habe sie im Fernseher erlebt wie tapfer sie ihre Rechte verteidigten.
sie wurden damals aus den Atlasgebirge ausgesucht weil dort die Leute für ihre Ausdauer und Tapferkeit bekannt waren. Sie freuten sich ihre verdiente Pension genau wie die Kollegen in France zu bekommen damit sie nach Mekka können und würdig den rest ihrers lebens genießen zu können.
das war ein harter Kampf schon HassanII hatte dafür plädiert, es hat lange gedauert, viel starben als sie noch hofften.
Schön es sei denen gegönnt
Egalité-fraternité-Liberté :rolleyes:

Re: Dank an marokkanische Soldaten #51433
17/11/06 10:41 AM
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Anna Norge Offline
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Guten Morgen, Rachida!

Danke für Deine Antwort!

Ich hatte mir letztes Jahr auch das oben angegebene Buch gekauft: "Unsere Opfer zählen nicht - Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg". Ein sehr nützliches Buch, um zu verstehen, in welchem Ausmass Menschen aus vielen Ländern fern von Europa mit in diesen Krieg hineingezogen wurden, als oft zwangsrekrutierte oder auch mit falschen Versprechen gelockte Soldaten, und natürlich auch als betroffene Familienangehörige, Frauen, Kinder und alte arbeitsunfähige Eltern...

"Egalité-fraternité-Liberté"... Aus Frankreich wird in dem Buch berichtet, dass vor dem Einmarsch der Befreiungstruppen in Paris, ein "Blanchissement" vorgenommen wurde, d.h. General de Gaulle "liess die schwarzen Soldaten, die sich bis dahin für das Freie Frankreich geschlagen hatten, durch weisse ersetzen". (S.110)

Dass jetzt, 61 Jahre nach dem Kriegsende, endlich gleichwertige Kriegspensionen gezahlt werden sollen... Tja, wie du auch du schreibst, Rachida, sind die ehemaligen Soldaten inzwischen sehr alt und wenn man an die statistische Lebenserwartung denkt, so sind die meisten wahrscheinlich schon tot... Daher würde mich mal interessieren, wie denn dieser Vertrag im einzelnen aussieht. Wird Geld nachgezahlt, bekommen die Witwen eine Hinterbliebenden-Pension?

Gruss von Anna

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