Antwort auf:
die symphatie für hitler, ist heute wegen des palästinakonflikt vorhanden, der ein konflikt zwischen juden und muslime ist und der name hitler steht für die judenvernichtung. aber damals gab es diesen konflikt nicht, ergo auch keine grossen symphatien seitens der marokkaner für hitler, wie du es jetzt hier ihnen zu unterstellen versuchst.

wenn du dich mal wieder mit marokkaner unterhälst, dann kannst du ihnen ja auch gleich die nürnberger rassengesetze erklären und dass sie früher oder später auch vergast worden wären. ich glaub kaum, dass sie dann für hitler immer noch symphatien haben !
So wie es Imad schreibt, so ist es. Erst mit der Gründung des Staates Israel entwickelte sich eine antijüdische Einstellung.
Wer behauptet das Hitler während des 3. Reiches geliebt wurde, der vergisst Mahommed V der die Auslieferung der Juden verweigerte und bei Deportierung sich selbst anbot. Erst 1947 wurde zur Verteibung der Juden aus den arabischen Staaten aufgerufen(durch die hohe Geistlichkeit der Al-Azhar Universität).

1948 gab es in Marokko 265000 Juden; 1958 200000;
1968 50000; 1976 18000; 2001 5700;

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Marokko

1948 leben in Marokko zwischen 265 000 und 285 000 Juden. Im Juni 1948 werden bei blutigen antijüdischen Ausschreitungen in Oujda und Djerada 44 Juden ermordet und Hunderte verletzt. Im selben Jahr wird ein inoffizieller Boykott der jüdischen Wirtschaft angezettelt. 1952 finden erneut mehrere antijüdische Ausschreitungen durch den arabischen Mob statt. 1954 werden jüdisches Eigentum geplündert und jüdische Schulen zerstört.

1956 erklärt Marokko seine Unabhängigkeit und die Emigration nach Israel wird untersagt. Der antizionistische Kommunist und Widerstandskämpfer gegen die französische Besatzung Simon Lévy, Vorsitzender der jüdisch-maokkanischen Gemeinde meint dazu, eine übereilte Auswanderung nach dem Suezkrieg sei in Marokko gegenüber anderen arabischen Staaten, beispielsweise des Irak und Ägyptens, nicht zu beobachten gewesen. 1958 leben 200 000 Juden in Marokko, immerhin mindestens 65 000 weniger als 1948. Er sieht hauptsächlich wirtschaftliche Gründe der Auswanderung, zwischen 1948 und 1956, bedauert sie und lastet sie der Agitation der Jewish Agency an. (57)

1958 wird die Anzahl jüdischer Regierungsbeamter willkürlich gesenkt. Alle zionistischen Aktivitäten sind verboten. 1963 wird die Emigration wieder erlaubt, und es verlassen mehr als 100 000 Juden Richtung Israel das Land. 1965 beschreibt der marokkanische Schriftsteller Said Ghallab die Haltung seiner moslemischen Landsleute gegenüber ihren Nachbarn:

"Die schlimmste Beleidigung, die ein Marokkaner wohl bieten konnte, war, jemanden wie einen Juden zu behandeln. ... Meine Jugendfreunde sind antijüdisch geblieben. Sie verbergen ihren virulenten Antisemitismus, in dem sie argumentieren, daß der Staat Israel ein Geschöpf des westlichen Imperialismus wäre ... In der Bevölkerung wird ein ungebrochener Hitler-Mythos gepflegt. Die Vernichtung der Juden durch Hitler wird extatisch gepriesen. Es wird sogar vermutet, daß Hitler gar nicht tot ist, sondern lebt, und es ihm gut geht. Seine Ankunft wird erwartet, damit er die Araber von den Juden befreie." (58)

1968 leben noch 50 000 Juden in Marokko. 2001 sind es 5 700.

Simon Lévy gibt eine gänzlich andere Schilderung. Die Ausschreitungen seien Ausnahmen. Er behauptet, die irakischen Juden seien geflohen, weil die Jewish Agency Terror in deren Rängen gesät habe, damit sie nach Israel auswanderten. Die Einschätzung von Simon Lévy liest sich wie eine märchenhafte Hofberichterstattung. Stutzig muß auch machen, daß in Marokko der Kommunist Simon Lévy so offen auftreten kann. Aus Marokko sind ganz andere Verfahren Kommunisten gegenüber bekannt.

Auch Mitchell Bard erwähnt, daß König Hassen II. bis zu seinem Tode, 1999, versucht habe, die Juden zu beschützen. Marokkanische jüdische Auswanderer dürften Freunde und Familie in Marokko besuchen, selbst mit israelischem Paß. Marokkanische Juden seien im Geschäftsleben tätig und hielten Posten in der Regierung. Dennoch kann die willkürliche Herabsetzung der Beamtenzahl wohl nicht ohne König Hassans Zustimmung geschehen sein. Man kann der Einschätzung Mitchell Bards eher entnehmen, wie bescheiden die Juden schon geworden sind. Es versetzt sie fast in Euphorie, daß sie in Marokko nicht so brutal behandelt werden wie sonstwo in arabischen Ländern. Marokko sei vielleicht Israels engster Freund in der arabischen Welt. Es mag stimmen. Es sei auch daran erinnert, daß König Mohammed V. zur Vichy-Zeit die Juden seines Landes vor der Deportation bewahrt.

1999 organisiert König Hassan II. das erste Welttreffen der marokkanischen Juden, in Marrakesch. Im April 2000 unterstützt die marokkanische Regierung unter seinem Nachfoger Mohammed VI. eine Serie von Vorträgen und Veranstaltungen zur Förderung der Achtung der Religionen untereinander. Im Oktober 2000 versuchen zwei arabische marokkanische Jugendliche, in Tanger eine Synagoge zu schänden. König Mohammed VI. erklärt in einer Fernsehansprache, vom 6. November 2000, daß die Regierung die Mißhandlung marokkanischer Juden nicht zulassen werde. Wie lange noch kann er solches durchhalten?

Die Entwicklung in Marokko in den letzten Jahren jedenfalls spricht eine andere Sprache. Das islamistische Attentat in Casablanca, am 16. Mai 2003, ist kein Anzeichen für einen "moderaten" Islamismus, schreibt Jean-Pierre Tuquoi. Aus den Gemeindewahlen, am 12. September 2003, gehen die "Bartträger" vom Parti de la justice et du développement (PJD) als zweitstärkste Partei hervor. Geschickt positionieren sie sich zunächst in rückständigen Klein- und Mittelstädten und in ausgewählten Bezirken großer Metropolen. In Tanger, dessen Nordteil "Wad el-Yahoud", das Tal der Juden, genannt wird, sind sie gar nicht erst angetreten. Ebenso nicht in der modernen Stadt Agadir. Auch die Nationalisten des Istiqlal können mit ihrem Ergebnis zufrieden sein. (59)

Der von den palästinensischen Arabern seit 80 Jahren geschürte islamistische antisemitische Fundamentalismus und Nationalismus dringt bis in die entferntesten Winkel der arabischen Welt. Eine Einheit zwischen PJD und Istiqlal ist, wenn nötig, schnell herzustellen.

Ein Schritt, dem Einhalt zu gebieten wäre, den Palästinensern endlich ihren Staat zuzubilligen. Die arabische Welt müßte daraufhin ihre Argumentation neu ordnen. Das würde geraume Zeit in Anspruch nehmen. Dann würde endlich der Blick der arabischen Bevölkerung darauf fallen, daß sie über Jahrzehnte von Despoten und Diktatoren, angemaßten und anmaßenden Königen und korrupten Banden regiert wird, im Einklang mit den Interessen mächtiger politischer und Wirtschaftskreise der EU bzw. Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs, der USA und der Sowjetunion bzw. Rußlands. Dieser Blick wird den Arabern durch die in den Lagern vegetierenden Palästinenser verstellt.
Dieses wurde von Hagalil veröffentlicht.

Wenn alte Marokkaner behaupten sie seien immer für Hitler gewesen, so ist das nur die Konsequenz einer langen Propaganda. Wer kann sich noch erinnern was er alles vor 40 Jahren gedacht hat?

@Thomas Friedrich

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Also ob es denn tatsächlich eine Befreiung war oder eine Machtübernahme ist Ansichtssache. Die Geschichte schreibt hinterher ja der Sieger (siehe Irak).
Wenn ich mir so auf alten Fotos die tausenden jubelnden Menschen anschaue, dann könnte ich mir vorstellen, daß diese und deren Nachkommen bei einem anderen Ausgang des Krieges auch noch heute jubeln würden. Ich denke, daß sie sich eher enttäuscht und als Verlierer sahen als wie Befreite.
(Für die Insassen von Konzentrationslagern war es natürlich eine Befreiung.)
Die Beendigung des 2. Weltkrieges in Europa war eine Befreiung für alle Völker, ebenso für die Deutschen es war keine Machtübernahme. Wenn du schreibst es sei Ansichtssache dann halte ich dieses für eine Zumutung, denn dieses verharmlost den Faschismus des 3. Reiches, durch dem viele Völker ein verheerendes Leid erlebt haben.

Man könnte auch anders überlegen, was wäre passiert wenn es niemals das 3. Reich gegeben hätte? Was wäare ohne Hitler passiert?
Würde es dann heute den Palästinakonflikt geben?
Würde Israel existieren? Hätten die Araber heute Probleme mit den Juden? Wären die Juden aus Marokko ausgewandert?

Wenn man dann einmal genau hinsieht, so hat Hitler eine insgeamt negative Auswirkung auf die islamische Welt.