Imad,
nach dem Krieg war es ja tatsächlich so (ähnlich wie heute im offiziellen Irak od. Afghanistan), daß Medien wie Zeitungen, TV und Radio von den Allierrten geprüft und zugelassen werden mußten. So auch bei pol. Parteien und anderen Organisationen.
Erst im Laufe der Zeit entwickelte sich eine gewisse Unabhängigkeit. Daß die Grundsteine in eine bestimmte Richtung gelegt wurden merkt man heute jedoch noch bei bestimmten Themen, z.B. "Kritik an Israel". Auch wenn diese Kritik nach Meinung der meisten gerechtfertigt ist, so ist es immer noch ein Thabuthema, worauf insbesondere unsere Politiker und ebstimmte Medien merkwürdig reagieren.
Es ist also schon so, daß die ersten hohen und höheren Positionen in der neuen Bundsrepublik von Marionetten der Allierten besetzt wurden und auch heute noch in manchen Bereichen geistige Nachfahren dieser Maionetten Posten inne haben.
Viele Menschen sind Mitläufer im Leben, die gerne auf der Gewinnerseite stehen. So ist es im Sport, in der Politik und im Leben.
Von daher bin ich davon überzeugt, daß im Falle eines anderen Ende des Krieges so mancher nicht
noch schnelle die Seite gewechselt hätte.
(Ich zähle übrigens nicht zu diesem Menschen. Du merkst es vielleicht an den oftmals oppositionellen Beiträgen von mir)
Dass marok. Soldaten ein schlechtes und oft entwürdigendes Ansehen hatten, ist Teil der Geschichte. Ich habe keinen Anlaß dazu irgend etwas durch den Dreck zu ziehen. Im Gegensatz zu den Politikern mit ihren Sonntagsreden habe ich aber auch keinen Anlass dazu etwas zu beschönigen!
Wenn Du etwas in der Literatur, z.B. dem Buch namens "Gourrama" (ich lebe sogar in der Nähe dieser Stadt) oder aber mit ehem. Soldaten in Marokko ins Gespräch kommst, die für Frankreich dienten, dann wirst Du mehr darüber erfahren.
Zudem war es ja in allen anderen Ländern auch so, daß die am niedriggestelltesten die gefahrenreicheren Aufgabenübernehmen müßten.
Ich erinnere hier nur an die zahllosen Inder, die im Krieg von den Engländern nach Deutschland geholt wurden.
Zudem war wohl auch kaum jemand der marok. Soldaten der Auffassung einen Beitrag für "Frieden in Europa" zu leisten, so wie es &0 jahre später von den Sonntagsredner gennant wird.
Es ging damals nur ums eigene Überleben auf allen Seiten ohne sich überhaupt Gedanken um die Rechtmäßigkeit des Einsatzes zu machen!
Es wird so mancher der im Krieg (in allen Kriegen)auf der Siegerseite stand hinterher von den Siegern geehrte und so mancher der auf der Verliererseite stand durch den Schmutz gezogen, obwohl es hätte umgekehrt sein müssen.
Also nicht immer das glauben, was Du im TV siehst.
(Damit meine ich nicht den speziellen o.g. Fall!)