Ich habe mir auch meine Gedanken zu dem Beitrag gemacht. Denn ich kann mir auch sehr gut vorstellen, später einmal mit meiner Frau nach Marokko zu ziehen und dort zu leben.
Ich denke aber, dass 1000 EUR vor allem dann ausreichen, wenn man wie ein Marrokaner lebt und sich man sich dem dortigen Lebensstandard anpasst.
Hier ein paar Punkte, über die ich grübele.
Sofern und soweit man Alkohol trinkt, geht das schnell ins Geld. Selbst 1-2 Bier im Hotel verschlingen 40-50 Dirham; mehr noch ein Schluck Wein. Hotel deswegen, da die Möglichkeit (wegen der marokkanischen Verwandten) oft ausfällt, zu Hause "günstiger" zu trinken.
Essen zu gehen ist zumindest in Städten wie Maraksh oft nur zu europäischen Preisen möglich.
Kfz-, KfZ-Versicherungs- und Treibstoffkosten summieren sich auch.
Was ist denn mit der Krankenversicherung. Wenn diese in den EUR 1000 enthalten ist, sehe ich schwarz. Zahlt die deutsche (GKV oder PKV)auch, wenn man in Marokko permanent lebt?
Hausrat, Haftpflicht oder Lebensversicherung zu deutschen Konditionen sind auch noch zu kalkulieren.
Und waren die €1.000 für eine oder mehrere Personen gedacht?
Wie sieht es denn mit einer Besuchsreise nach Deutschland aus; erfahrungsgemäß verfällt man auf kurz oder lang ein wenig in ein Heimweh, dass sich durch eine kurze Reise wieder kurieren lassen kann.
Wenn Arztbesuche nur in Deutschland möglich sind (siehe oben), wären 1-4-malige Reisen kostenmäßig anzusetzen.
Zahlt die Rentenversicherung denn, wenn man im Ausland lebt (Riester-Rente zB auf keinen Fall)?
Soweit der Wohnsitz in Deutschland nicht aufgegben wird, fallen dort auch Kosten an. Aber Vorsicht, behällt man seine (Eigentums-)Wohnung dort, wird der deutsche Fiskus weiter Steuern verlangen.
Und dann gibt es ja noch Hobbies, Zeitungen, Zeitschriten, Internet, Sat-TV etc.
Ich bin gespannt, wie andere Leute es sehen.
Chris