Ich wuchs in einem kleinen Bauerndorf auf. Als ich noch ein kleiner Bub war durfte ich miterleben, wie einige "Junge Männer" (plus/minus 20) das Kaff verließen, um sich im Rheinland, in Stuttgart, in xy-Stadt usw.., eine goldene Nase zu verdienen. Alle wußten, dort gibt es viel Arbeit und hohe Löhne (im Vergleich zu uns). Ganz tollen Lebensstandard noch dazu, pralle Auto's und anmutige "Düsseldorferinnen" (haben wir Buben immer gesagt). Die jungen Männer kamen immer wieder auf Heimaturlaub und sie unterschieden sich zu den hierigen in Auftritt und Ausstattung usw...!

Und soweit ich mich erinnern kann, war das Hauptthema immer die "Arbeit", viel und gut bezahlte Arbeit. Es ging um "Arbeit" und alles andere (Luxus...) war immer die logische Schlußfolgerung . Und auch, daß sie in eine Rentenkasse einzahlen, um, falls sie im Alter wieder in unser Bauerndorf zurückkehren sollten, eine stolze Rente einstreifen können.

... aber von "Sozial...irgendwas", wie kann ich es so anstellen, daß ich mit maximalem Nixtun Abzocke erschleichen kann - all diese Begriffszusammenhänge waren unbekannt.

Und es ist auch heute noch so, wie vor 40 oder 50 Jahren, der Tüchtige braucht sich keine Sorgen machen, es gibt mehr Arbeit, als man überhaupt "arbeiten" kann, alles andere (Wohlstand, Luxus, soweit das Auge reicht...) ist "Automatik".

Der erste Schritt dazu? Lediglich "A.rsch hoch und auf die Beine!" AvP.