das ist doch mal interessant. ich hatte von dieser enklave in der exklave noch nie gehoert.
(zu thomas' handwerkszeug scheint klare information zu gehoeren, anstatt seitenlanges off-topic-gejammere selbsternannter betroffenheitsbeauftragter

).
es liegt natuerlich ganz im geschaeftlichen interesse krimineller schlepperbanden, den menschen einzureden, welch schoenes leben sie in europa feuhren koennen, wenn sie es nur erst erreicht haben.
und wer verzweifelt ist, der wird das auch gerne glauben.
oft genug koennen die leute auch gar nicht mehr anders. zuhause hat die grossfamilie alles gegeben, um einen der ihren auf den weg zu bringen. moeglicherweise hat sich ein halbes dorf verschuldet, um die enormen schlepper-gebuehren zu bezahlen.
wer kann da noch einfach umkehren, selbst wenn ihm daemmert, dass das risiko hoch ist und europa nicht das versprochene paradies?
da riskiert man dann lieber die ueberfahrt in einem schlauchboot, hoffend, dass alles gut geht oder man auf die cap anamur trifft, die dann - unter bis nigeria und mali vernehmbarem mediengetoese - zur "rettungsaktion" schreitet.
dass auch diese erklaerten obergutmenschen sich aeusserst dubioser methoden bedienen, um den spendenfluss am laufen zu halten, hat kuerzlich das rechtsradikale kampfblatt "die zeit" thematisiert:
--> LINK zuviele leute leben zu gut vom elend. die kriminellen schlepper, die spenden-industrie, anwaltskanzleien usw.
und wer nicht finanziell profitiert, der kann sich durch laut dahergeplapperte gutmenschensprechblasen zumindest ein "gutes gewissen" verschaffen.
das ist allemal leichter und billiger, als sinnvolle, taetige hilfe zu leisten.
hilfe zu leisten beispielsweise dadurch, dass man arbeitsplaetze in den aermeren laendern schafft - wie thomas das nach meiner information tut.
aber der wird dann eher als ausbeuterischer neo-kolonialist beschimpft - damit die schlichten schwarz/weiss-denkschablonen nicht in gefahr geraten

.
lobozen