Ja, ein toller Beitrag, finde ich!

Immer wieder, und in allen Bereichen des Lebens wird "Umdenken" eingefordert. Aber über jahrtausende von Jahren "eingeübte" Verhaltensmuster können nicht "de suite" außer Kradt gesetzt werden.

Der "Wunsch" ist das eine. Die "Wirklichkeit", die "Realität" das andere.

Wenn alles über Nacht "umgedacht" werden könnte, das hätte auch keinen Vorteil, weil dann ständig und inflationäres "Umdenken" stattfinden würde. Jeden Tag, jedes Jahr, hätte was anderes "Gültigkeit" und vor allem, "wer" denn sollte das Recht haben oder das überwiegende Recht haben, so Umdenkvorgänge "vorzuschlagen, vorzuschreiben, einzufordern und einzuklagen usw...?"

Wir Menschen (bzw. ein großer Teil davon) verurteilen die Religionen bzw. das Christentum, bzw. das, was sich so nennt, daß sie zu altvaterisch sind, daß sie nicht (mehr) zeitgemäß sind, überholt usw..., ABER es wäre unvorstellbar, wenn ständig den Modetrends nachgelaufen werden würde und ständig was anderes Gültigkeit haben würde. Wir haben tausende weltliche Gesetze deswegen, weil jeder Mensch (Anwalt) die Gesetze anders interpretiert, je nachdem, um was es geht und geht es für mich oder gegen mich! Die tausenden, ständig angepaßten Gesetze sind eigentlich "gescheiterte Gesetze", weil sie keine Verläßlichkeit, keine Gültigkeit haben. Es muß ja gestritten werden um das Recht! Ich dachte "Recht" ist "Recht" ....!!?

Mit den 10 Geboten ist an und für sich alles gesagt - außer ich will auf was anderes hinaus - aber da fängt der Hund bereits an.

Deshalb finde ich es gut und lebenswert, einen "Roten Faden" durch das körperliche und "Geistige" Leben zu "sehen".

Natürlich muß ich nicht mit allem einverstanden sein, respektieren kann ich es allemal. Vielleicht ist bzw. sind die Religionen "falsch", vielleicht (oder sicher?) bin ich falsch erzogen worden von meinen Eltern - aber ich sage Euch allen, es ist besser, falsch erzogen worden zu sein (religiös und weltlich), als ich hätte Eltern gehabt, die ständig in ihren Auffassungen "hin- & her gehüpft" wären und ich als Kind keine solide Kontinuität, kein Vertrauen erfahren hätte dürfen. Auf was wäre dann Verlaß? Auf was IST Verlaß?

Und wenn in den unterschiedlichsten Ländern (Völkern) dieser Erde die unterschiedlichsten "Regeln" gelten und gelebt werden, dann ist das Teil der Buntheit, Teil einer Buntheit, die das "Leben" ausmachen. Bekanntschaft machen mit der Fülle der Unterschiedlichkeiten, sie anzuerkennen, sich für sich seine Schlüsse daraus ziehen und abzuwägen, was denn ist denn lebenswert für mich.

Höschen- und Jungfernkrampf hin oder her, sinnvoll oder sinnlos - ES IST. Für mich erträglich oder unerträglich ist nicht Frage der Menschheit, es ist "meine" Frage. Ob ich damit leben kann oder nicht ist "meine" Frage des Verständnisses der Vielfalt menschlicher Ausdrucksweise, Lebensformen.

Per Dekret kann zwar verordnet werden - das Leben ist davon aber nicht sehr beeindruckt, das Leben lebt sein Leben - meist nach den ungeschriebenen Gesetzen.

... bis ich mit Liebe auf das Geschehen, auf das 'Verhalten der Menschen untereinander' blicken kann. Dann verspürt man Innere Gelassenheit.

Einen schönen Tag noch - AvP.