Hallo jm,

zuerst einmal Danke für deine Antwort. Zu der „Intelligenz“-Frage: mir ist nicht bekannt, dass irgend eine Zeitschrift eine ähnliche Darstellung gebracht hat. Ich wäre dir dankbar, wenn du mir konkrete Referenzen liefern könntest, da ich mich für dieses Thema interessiere. Ich werde selber nachforschen, ob eine Zeitschrift wie Stern etwas vergleichbares publiziert hat. Meine Darstellung stammt aus besonderem Interesse aus verschiedenen, nicht journalistischen Quellen, keinesfalls aus einem bestimmten Topf und beinhaltet teilweise eigene Elemente. Ich hätte sonst die Quelle genannt. Das ist aber nur zur Information. Die Intelligenz-Frage war u.a. zur Illustration miteinbezogen worden, aber nicht nur. Gerade in der Sexualität spielt diese Abweichung zwischen Männern und Frauen auf der ebene der Intelligenz eine bedeutende soziologische Rolle, nicht zuletzt um Sex gezielt einzusetzen als Mittel zum Zweck. Sex für Sex gibt es bei Frauen nicht, es handelt sich stets um ein Geschäft, nicht weil sie etwa asexuell sind, sondern weil sie über eine biologische Intelligenz verfügen, die es möglich macht, das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden. Es kommt doch sehr oft vor, dass ein Mann vieles investiert, seinem sexuellen Drang folgend, um schließlich leer zu gehen, und es sogar selbstverständlich hinnehmen, dass das Weibchen pfiffig gespielt hat. Diese Überlegenheit, und mag sie eine Erklärung in dem einen oder anderen wissenschaftlichen Fach haben, ist auf jeden Fall ein Ergebnis der o.g. Abweichung in der Intelligenzskala im jeweiligen erklärenden Fach eben.

Zwar interessant fand ich deinen Hinweis auf die Rolle der religiösen Emanzipation in der Sexualität im Norden, ich tat es mir aber schwer, einen Bezug zu dem Thema zu finden, denn es ging uns ja nicht um die Erörterung der Ursachen, sondern vielmehr um die Darstellung des Ist-Zustandes der Sexualität. Abgesehen davon wäre es interessant zu wissen, was in diesem Zusammenhang unter den „pervertierten religiösen Formen“ zu verstehen ist.

Was über das Mittelmeer in der Muqadima von ibn Khaldoun steht, kann, zwar zeitlich bedingt nur geringfügig, aber durchaus zur partiellen Erklärung der aktuellen „Mittelmeersexualität“ verwendet werden. Das Mittelmeer ähnelt das Pankreas im Menschlichen Körper, in Krisen verdaut es sich selber, sollte es sich aber erholen, dann ist es ganz das Alte.