Servus und Herzlich Willkommen im Marokko-Forum Akhia,
der böse Blick? Ja nu?
Ich hol mal aus und erzähle dir eine Geschichte von einem kleinen 9-jährigen Marokkaner :rolleyes: , der von seiner Mama, seinen Tanten und manch gutherziger Frau vor bösen Blicken gewarnt wurde.
Der böse, böse Blick / Marokko 19XX Eines Tages kam ein kleiner Marokkaner nach Hause zu Mama.
Zuvor spielte er den ganzen Tag im Dorf und war vielen Menschen begegnet. Die meisten kannte er nicht, aber ihn ließ nie das Gefühl los, dass man ihn sehr wohl kennt. Die Menschen schauten ihn unentwegt an, überall drehten sich die Köpfe nach ihm. Warscheinlich war der kleine Junge einfach zu deutsch, zu deutsch für marokkanische Verhältnisse?
Viel Zeit verbrachte er gerne mit Freunden an der Wasserquelle. Er fand es einfach faszinierend, Menschen zuzuschauen, wie sie ihre Plastikbehälter mit Wasser füllten, diese anschließend auf ihre Pferde packten und damit losritten. Ein Stück Freiheit sah er dann in den Augen dieser Menschen, aufrecht sitzend und mit dem Wind im Rücken.
"Was für Sorgen diese Menschen wohl haben", dachte er und erinnerte sich dabei an seine eignen in Deutschland.
Aber nicht nur diese herrliche, fast schon elektrisierende Atmosphäre tat es ihm an, er war auch neugierig auf die Menschen, die sich dort sammelten, die immer so merkwürdig zu einem rüberschauten. Hin und wieder hörte man auch ein Tuscheln: "Wer ist dieser kleine Junge mit den großen, braunen Augen?"
Ja, wer ist dieser kleine Junge? Er wusste es doch selber nicht. Hin und hergerissen zwischen zwei Welten.
Zuhause erzählte er seiner Mama von den vielen Leuten, die er gesehen hat und ihm über den Kopf gestreichelt haben:
"Mama, viele Frauen fragten, wessen Sohn ich sei und erzählten mir dann von dir, dass die dich kennen und so! Sie haben mir auch gesagt, wie sie heißen!"
"Ich sagte dir doch, mein Sohn, dass du nicht zur Quelle gehen sollst, dort lauern viele, alte Frauen und schauen dich mit ihrem schwarzen Herzen an!"
"Wie meinst du das Mama?"
"Der böse Blick, mein Sohn, ihr Herz ist voller Neid und Hass und sie gönnen dir nix Gutes, wollen dich lieber im Dreck sehen!"
"Aber...Mama, die waren nett...!"
"Ja...vielleicht.... Hast du aber in deren Augen geschaut, ganz tief?"
"Nein, das habe ich nicht!"
"Mein Sohn, hör mir zu: Die Augen sind der Spiegel des Herzens, schaue den Menschen immer tief in die Augen und erst dann mach dir deine Meinung!"
Der kleine Junge dachte lange darüber nach, was seine Mutter sagte. Zumindest erkannte er, dass er vorsichtiger sein muss im Umgang mit alten Frauen. Wann immer es ging, versuchte er diesen auf dem Weg auszuweichen, mal davon abgesehen, dass ihn deren Rumfragerei ohnehin sehr nervte!
Am gleichen Abend wurde der kleine Junge krank. Er fing an zu husten und hatte Fieber.
Mamas Diagnose:
Der böse Blick Tantes Diagnose:
Der böse Blick Und seine Mama wurde plötzlich zur Wunderheilerin. Sie legte seinen Kopf in ihr Schoss und bat ihn, still zu halten. Sie nahm dann ein Glas Wasser und hielt es über seinen Kopf. Die Assistentin (Tante) brachte eine Packung Streichhölzer, holte ein Streichholz raus und fing an, vor sich hinzureden. Es wird ihr Geheimnis bleiben, ob es sich um Quranverse handelte oder Eigenkreation. Nach Beendung der "Rezitation" wurde ein Streichholz angezündet und in das Glas Wasser geschmissen. Das wurde x-Mal wiederholt. Die Streichhölzer die nach unten gesunken waren, sorgten für Erleichterung, die aber, die mit dem Kopf Richtung Himmel an der Oberfläche schwimmten, waren die bösen Augen der bösen, schwarzen Frauen. Um diesen bösen Frauen einen Strich durch die Rechnung zu machen, wurde der kleine Marokkaner dazu ermuntert ins Glas zu spucken. Er tat, was zu tun war und wehrte den bösen Blick somit ab. Bis heute weiß das Kerlchen nicht, ob doch nicht eventuell Paracetamol für seine Genesung verantworlich war und ein Sonnenstich für den Ausbruch des starken Fiebers.
The End Morgen inshaallah mehr, Akhia und dann auch Klartext

Oki??? - bin todmüde!!!
Gruß
Shakir - heute etwas nostalgisch!