hallo leute, amin,


>> Für mich ist er kein Muslim, der sowas getan hat.
>>[…]
>> zwischen ihm und der Islam, ist wie zwischen Himmel und Erde.


wer bist du, um ihn für einen nicht muslim zu halten?
für ihn bist du ebenfalls kein muslim. oder zumindest einer nur, der seine pflicht nicht ordentlich oder gar nicht tut.

wenn wir von der annahme ausgehen, seine tat sei islamistisch begründet, hat er sicherlich wie die täter von casablanca leute umgebracht, die er für kafirs, sündige und ungläubige erachtet hat. er wollte, wie jene aus casablanca, nur den islam verteidigen, das gute tun und war, wie sie, sicherlich davon überzeugt, dass er den wahren und richtigen islam verfolgt und vertritt. er sah in seiner tat sicherlich einen "fard ayin", eine obligation als einzlner zu handeln.

es ist mal wieder so, dass hier, in unmittlerbarer nähe, einem mitglied des forums, das sich sonst durch seine neugier und offenheit auszeichnet mit folgender takfir begrüßung begegnet wird und dies niemanden unter den selbsternannten islamverteidigern stört:

"La Salamun 3ala kafir wa innama 9ulu wa 3alaikum bi mitlih!"

in deutsch etwa (bessere übesetzung gerne):

"dem ungläubigen keinen gruß, sondern sagt (bzw. grüßt ihn zurück) womit er selbst grüßt"

solange in diesem forum schon, unter leuten, die lesen und schreiben können, weltbereist sind, sich auf einem aufgeklärten kontinent aufhalten, über einen internetzugang verfügen, und offenbar nicht unter härtesten lebensbedingungen leiden, so etwas kommentarlos durchgeht, besteht nicht hoffnung.

ich denke, der punkt ist erreicht für die mulsims, sich nicht mehr hinter dem lamentieren versteckt zu halten, sondern sich endlich den tatsachen zu stellen und mit sich selbst und der eigenen welt kritisch umzugehen.

ein schritt wäre, andere menschen endlich bei begrüßung gleich und würdig zu behandeln.


jm