Zu den Scheidungen habe ich gelesen, daß weder Kultur noch Nationalität eine Rolle spielen, sondern allein der Wohlstand.

Die Reichen haben sich schon immer scheiden lassen - egal ob in Marokko oder in Europa.

In Europa haben sich die Männer dann - wenn die Gesellschaft keine Scheidung erlaubte, - sich "Maitressen" gehalten (das waren offizielle Geliebte, die auch finanziell von den Männern sehr gut ausgestattet wurden).

Persönlich bedaure ich diese hohen Scheidungszahlen auch. Aber vielleicht wären sie in Marokko auch höher, wenn die Frauen finanziell eigenständig und gut verdienend wären, und die Gesellschaft nicht so moralisch abwertend gegenüber geschiedenen Frauen wäre.

Die wenigen Nordafrikanerinnen, mit denen ich über das Internet Kontakt bekommen habe, leben in Deutschland und waren alle geschieden.

An dieser Stelle: Daß man das hier nicht in den falschen Hals kriegt: ich werte Scheidungen überhaupt nicht moralisch schlecht. (Manchmal ist ein bitteres Ende besser als ein ständiger Konflikt...) Nur traurig machen mich die Zahlen.

Ulla


Viele Grüße, Ulla

"Ein Kind ist kein Gefäß, das gefüllt, sondern ein Feuer, das entzündet werden will" Francois Rabelais