Hallo zusammen,
Abdelkrim al-Khattabi , ein Rifberber , wollte kämpfen bis ganz Nordmarokko von den Spanier befreit ist und wies darauf hin, dass die spanische Besetzung von Sebta , Melilia und Jafarin-Inseln ( Vor al-houssima ) später Probleme bringen könnten. Ich glaube, er hatte Recht. Aber damals, waren die neuen Machthaber im Staat sehr froh Abdelkrim los zu werden und wollten die von Spanien und Frankreich vorgelegten Verträge so schnell unterzeichnen, damit sie die Macht im neuen Nationalstaat übernehmen.
Nun, der Felsen gehörte im Jahre 1912( Protektoratsvertrag ) zum spanischen Gebiet und ab 1956 wurde das ehemalige spanische Gebiet an die Marokkanern zurückgegeben. Die Städte Sebta , Melilia und die Jafarin-Inseln blieben in spanischer Hand.Die juristischen Dokumente in Spanien sprechen nirgendswo von einer Insel/Felsen mit dem Namen " Perejil ". Sogar der spanische Status für Sebta im Jahre 1949 beschreibt die " natürlichen Zone Sebta´s " und erwähnt mit keinem Wort den Felsen/die Insel.
1987 hatte Marokko einige Militärübungen auf dem Felsen organisiert ohne Probleme.
Die Geschichte lehrt uns aber, dass dieser Felsen früher( 12 Jh./ Abou oubayd albekri: Descriptions de l´afrique du nord ) " Tura " hiess und für die Bewohner Marokkos( Fischer und Bauern ) als Aufenthaltsort war. Ich verstehe nicht, warum man sie zu " Leila " umgetauft hat !!!
Der Sultan Sliman erlaubte sowohl den Engländern als auch den Spaniern in Tanger zu wohnen , aber er verbot ihnen sich auf dem Felsen niederzulassen.
Die Engländer hatten den Felsen von Gibraltar ( marokkanisches Territorium ? ) besetzt und die Spanier haben den marokkanischen Soldaten geholfen, damit sie " ihre " ( Aussage des spanischen Königs ) Insel wiederbesetzen.
Spanien wollte nicht, dass dieser Felsen in die Hände der Engländer kommt.
Jetzt aber wird die Geschichte interessanter, weil die Engländer ins Spiel kommen.
Der Felsen gehört aus historischer Sicht Marokkos.
Warum reklamiert Spanien diesen unbewohnten und unwichtigen Felsen, der ja 15 Km vom spanischen Festland enfernt ist und nicht die große Insel Gibraltar ?
Wieviel Insel und Städte will Spanien noch besetzten und in welchem Namen ? Warum hat die EU Marokko aufgefordert sich aus seinem Felsen zurückzuziehen und erwähnte die beiden von Spanien besetzten Städte ( Sebta , Melilia ) und die Jafarin-Inseln mit keinem Wort ?
Stützig hat mich auch die Äußerungen des algerischen Militärsregimes gemacht : Algerien hat erklärt, dass die Bewohner der Insel ein Recht auf eine unabhängige Republik hätten ! Warum akzeptiert das algerische Militär nicht die Unabhängigkeit der Berber in der Kayblei und der Touaerg im Süden ?
Einiges kann man jetzt aus diesem Streit lernen:
1- Eine Demokratie, wie die spanische , muß nicht unbedingt seinen Nachbarn respektieren und seine geopolitischen Ziele gegen den Nachbarn durchsetzen wollen
2- Eine Regionalmacht, wie die EU , wird immer die Fakten übersehen und zuerst und blind das Organisationsmitglied unterstützten als seinen Nachbarn.
3- Das imperialistische Denken Spaniens in Nordafrika ist noch nicht zum stillstand gekommen und gewinnt mit der EU eine neue Dimension.
4- Eine spanische Regierung der Rechtskonservativen hat bisher viel zur Spannung zwischen beiden Ländern als eine Linksregierung !
5- Marokko wird auf keinen Fall das EU-Fischereiabkommen unterzeichnen, damit die spanischen Fischer die Region leerfischen und die marokkanischen Fischer zum Auswandern zwingen und in Spanien für einen Hungerlohn bei Firmen arbeiten, wo die im marokkanischen Gerwässern gefischten Fische verpackt und nach Marokko und in die EU verschifft werden!
6- Spanien kann soviele Kundgebungen für die Sahrawis organisieren wie sie will und sie kann sich in dieser Frage offiziell oder inoffiziel mit Algerien eine gemeinsame Sprache sprechen. Das Angebot Marokko mit ilfe der UNO und James Becker , eine politische Lösung des Saharkonfliktes ( Autonomiestatus ) ist das letzte Angebot.
7- Die heutigen Marokkaner haben die Fehler der ersten Machthaber ( Königs Hassan II und co ) erkannt und sie werden sich bald für die Befreiung ihreres besetztes Territoriums ( Sebta , Mililia und die Jafarin-Insel ) einsetzen.
Der aktuelle Steit hat bereits zur Demonsdtration in Sebta und Mililia geführt und die Stimmen und Mobilisierung für die Marokkanisierung der beiden Städte werden immer lauter und größer. Gestern kammen schon die ersten Soldaten aus Spanien nach Sebta und Mlilia , um eine Demontration aufzulösen.
Alles spricht für Marokko und nicht gegen ihn!