hallo silla! die vereinten nationen (un) zerbrechen sich den kopf über israel und palästina, über afghanistan und bosnien...und dann gibt es auf der welt auch noch einige weitere probleme, um die sich die weltgemeinschaft kümmert (nicht immer mit erfolg!)

die europäische gemeinschaft (inclusive spanien!) ist der wichtigste handelspartner mit marokko. marokko selbst strebt langfristig die mitgliedschaft in der eu an.

die westlichen zivilistaionen (und dazu rechne ich marokko auch) haben es sich inzwischen - gott sei dank! - angewöhnt, ihre konflikte im gespräch und per kompromiss zu lösen. in europa will keiner mehr die waffenklirrende auseinandersetzung!

auch spanien will das nicht. aber wenn marokko ohne vorwarnung und ohne erkennbaren grund eine insel im atlantik/mittelmeer besetzt, dann muss sich spanien und mithin die europäische gemeinschaft fragen: was soll dieser husaren-akt?

sicherlich: diese frage richtet sich in diesem fall an ein islamisches land. die eu würde aber ebenso ein christliches oder atheistisches land fragen, wenn dieses tatsachen schaffen will, die geopolitisch nicht hinreichend geklärt sind. der status der inseln vor marokko ist auch nach abzug der spanier aus marokko nicht hinreichend geklärt. hier ist diskussion vonnöten! ich habe es ja auch schon mehrfach hier geschrieben: die präsenz der spanier auf afrikanischem boden ist mit den tatsächlichen interessen nicht mehr vereinbar. ich denke, die beiden enklaven werden über kurz oder lang von den spaniern aufgegeben werden. aber das bedarf des gesprächs und der verträge. oder, liebe silla, möchtest du, wärest du spanierin, über nacht marokkanerin werden? wenn du zb. in ceuta leben würdest (als spanierin) könnte das passieren...

wenn nicht die staaten untereinander verträge schliessen, über die menschen und die territorien, von denen sie meinen, sie gehörten zu ihnen...

aber, so oft schon gesagt: es geht nicht um die petersilien-insel! es geht ganz grundsätzlich darum, welchen kurs marokko einschlägt: einen pro-westlichen oder einen arabisch-orientierten! es gibt in marokko wohl zur zeit niemand, der in diesem konflikt einen kompromiss findet. es ist eine machtprobe, die da stattfindet. wollen wir hoffen, dass der könig daraus unbeschadet herauskommt. ich ahne, dass er nicht informiert war.

diese *lächerlichkeit*, noch dazu in den tagen seiner für das land marokko symbolischen hochzeit, hätte er mit sicherheit unterbunden.

noch dazu, weil ihn sehr freundschaftliche beziehungen zum spanischen königshaus verbinden. felipe, der kronprinz spaniens, ist ein guter freund von ihm!

vielleicht wurde er aber gar nicht gefragt!

deshalb fehlte sein freund dann auch auf der hochzeit! aber es waren ja genügend andere da! aber ausser clinton (ehemaliger präsident und heutiger festredner, fehlte der gesamte westen!)

Jocim