Hallo Amira,
partiell teile ich Deine Meinung, vorallem darin, dass sich in den letzten Jahren das Bild in der Öffentlichkeit sehr verändert hat. Ich kenne MA
erst seit 1993, aber ich habe den Wandel sehr wohl bemerkt. Die marok. Frauen in meinem Freundeskreis haben sich auch freiwillig dazu entschlossen. Allerdings bemerke ich so etwas wie einen "Nachahmeffekt". Wenn in der Administration eine Ranghöhere damit anfängt das Tuch zu tragen, entschliessen sich die anderen Frauen auch sehr schnell dazu. Und dann werden die Namen jener gebetsmühlenartig bei Frauentreffen rezitiert, die eben "schon dazugehören". Also, manchmal empfinde ich es als beklemmend.
Wenn ich dann Sekretärinnen in ihrem Beruf wieder treffe, die noch vor dem Ramadan in westlicher Kleidung gekleidet waren, die ich selbst nie tragen würde, weil sie deplaziert ist (enge geschlitzte Röcke, nabelfreie durchsichtigste Blusen etc.) und nun mit Djellaba/Tuch etc. gekleidet sind, geschminkt ohne Ende, dann ist es für mich fast wie eine Farce.
Naja, es soll mir auch egal sein. Chacun à son gout.
Aber trotzdem hätte ich noch gerne eine Antwort auf meine Fragen:
Warum ist der Einfluss der Eltern nicht grösser hinsichtlich gediegener Kleidung?
Weshalb wird geduldet, dass Frauen/Mädchen in Casa
von Islamisten angegangen werden ob ihrer Nichtkopfbedeckung?
Wird es nicht als Warnzeichen für künftige Entwicklung gesehen?
Weshalb verwahrt man (FRAU) sich nicht dagegen?