liebe Ulla,
ganz praktisch sieht es so aus, daß die christliche Frau ihren Glauben uneingeschränkt ausleben kann. Sie feiert alle Feste mit ihren christlichen Angehörigen zusammen oder aber in ihrer eigenen Familie. Der Islam sieht es als besonders respektvoll, wenn die Muslime den Christen und Juden zu ihren relgiösen Festen gratulieren und diese als etwas wahrnehmen, das einen wichtigen Teil in ihrem Leben ausmacht.
Der muslimische Mann und die etwaigen muslimischen Kinder stellen für die Auslebung der christlichen oder jüdischen Relgion keinerlei Hindernis dar oder besser gesagt, sie dürfen kein Hindernis sein.
Ähnlich verhält es sich mit zum Islam konvertierten Christinnen und Jüdinnen. Sie dürfen oder sollen gar an den Festen ihrer christlichen oder jüdischen Angehörigen teilnehmen, um ihnen ihren Respekt zu zollen. So spiegelt sich der respektvolle Charakter des Islams gegenüber den Buchreligionen wieder.
Eine gemischte Ehe zwischen Muslima und Christ/Jude funktioniert deshalb nicht, weil die Rechte der freien Glaubensfreiheit und -ausübung der Muslima von Seiten des Christentums und Judentums nicht garantiert sind, und da spielt es keine Rolle, ob der Ehemmann gutwillig ist und seiner muslimischen Ehefrau diese zu gewähren beabsichtigt.
Ich hoffe, deine Fragen sind beantwortet, ansonsten kannst du ja noch mal nachhaken
Einen schönen Sonntagabend und allen Muslimen eine gesegnete LAYLATU-L-QADR (Nacht der Bestimmung), möge Gott unser Fasten und unsere Gebete annehmen und unsere Bittgebete erhören und das Schlechte von uns abwenden und uns rechtleiten Inshallah!
Ich wünsche allen notleidenden und Unrecht erfahrenden Menschen Gottes Schutz, Beistand, Segen und Barmherzigkeit.
Unseren christlichen Mitmenschen wünsche ich eine friedvolle und gesegnete Weihnachtszeit, möge Gott sich ihrer und unser erbarmen, Amen!