Irmgard Pinn schrieb:
> junge Welt vom 01.11.2002
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> Inland
> 80000 Muslime im Visier
> München gründet spezielle Ermittlungsgruppe gegen islamistische
> Terroristen
> Nick Brauns
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> Vor einigen Monaten suchte die bayerische Kriminalpolizei noch per
> Stellenanzeige in der Süddeutschen Zeitung Islam- und Nahostexperten.
> Nachdem sich offensichtlich ausreichend arbeitslose Orientalisten gemeldet
> haben, gab das Münchner Polizeipräsidium nun die Gründung einer
> Ermittlungsgruppe zur Bekämpfung islamistischer Terroristen bekannt. Geführt
> wird die Spezialeinheit, der weitere Ermittlergruppen in anderen bayerischen
> Polizeipräsidien folgen sollen, von einem zehnköpfigen Planungsstab beim
> Landeskriminalamt, dem neben Islamkundlern und Arabisten auch
> Internetexperten und Fachleute zur Überwachung von Finanztransfers
> angehören.
>
> Polizeistreifen in München wurden angewiesen, ab sofort »Kontrollen
> gegen (!) Personen aus islamischen Herkunftsländern« zu intensivieren.
> Sogenannte radikale Islamisten sollten so einem stärkeren Kontrolldruck
> ausgesetzt werden. Ein Großteil der rund 80000 Muslime in München stammt aus
> der Türkei. Diese seien nicht primär das Ziel der verstärkten Überwachung,
> da die Türkei selber kein islamischer Staat sei, so die Polizei. Weil
> Migranten aus islamischen Staaten nicht immer an langen Bärten oder Burkas
> zu erkennen sind, müssen Menschen nichtdeutscher Herkunft nun wohl generell
> mit verstärkten Kontrollen der Polizei rechnen. Damit sich die Bevölkerung
> an der Denunziation ihrer ägyptischen oder tunesischen Nachbarn beteiligen
> kann, hat der Staatsschutz eine spezielle Rufnummer geschaltet.
>
>
> Im Rahmen der Terrorbekämpfung sollen über 500 in München beheimatete
> sogenannte Ausländervereine – von denen nur eine Minderheit dem islamischen
> Kulturkreis zuzuordnen ist– einer intensiven Überwachung unterzogen werden,
> wobei die Fahnder insbesondere Finanztransaktionen im Auge haben.
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>
> Der Ägypter Ahmet Alkhalifa, Vorsteher der größten Münchner Moschee in
> Freimann, beklagt, daß seit mehreren Wochen Besucher der Moschee von
> Kriminalbeamten in Zivil über ihre Lebensgewohnheiten ausgefragt würden.
> Eine Darstellung, die von der Polizei als unzutreffend zurückgewiesen wurde.
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> Die Führung der Al Qaida habe im katarischen Fernsehsender Al Dschasira
> erstmals auch Deutschland und Frankreich als Anschlagsziele genannt,
> begründete Kriminalrat Clemens Merkl bei der Vorstellung der Münchner
> Ermittlungsgruppe am Mittwoch die verstärkte Überwachung von Ausländern.
> Rund 200 Millionen Euro sollen den bayerischen Steuerzahler die Maßnahm
> en kosten.
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amine