Re: "Ramadan in Germany?"
#31717
04/11/02 01:29 PM
04/11/02 01:29 PM
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Joined: May 2002
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Yacin
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salamu 3alaikum, ich kann nur berichten, dass man ab und an angesprochen, warum man fastet, wieso ... zweck, ziel usw. als jugendlicher wurde ich mit solchen fragen konfrontiert und fühlte mich als einziger muslim in der klasse sehr in die ecke getrieben. man schaute einen an, als wäre man nicht normal. das gefühl hatte ich. so entschied ich mich, nichts darüber zu sagen. ich äusserte mich meine ganze schullaufbahn lang nicht zu islamischen themen, obwohl ich immer wieder von meiner klassenlehrerin (mit einem iraner verheiratet) darauf angesprochen wurde. ich fastete, aber erzählte meinen deutschen mitschüler nichts davon, um nicht als kleiner aussenseiter, der ganz komische sitten hat, dazustehen. meine freude und gedanken teilte ich nur mit muslimischen freunden. und heute wissen meine arbeitskollegen, dass ich faste, aber keiner fragt nach dem warum, wie und wieso. die sind alle damit beschäftigt, den aktienkurs unseres unternehmens in die höhe zu treiben. ist mir ganz recht. was mir an ramadan gefällt: Ramadan – Monat der Ergebenheit und der Gnade
Und wie das so ist, vergehen die Tage und die Monate und unser ersehnter Ramadan ist wieder da, alhamdulil-lah! Allah! Wir danken Dir für diese Deine Gnade, Du läßt uns diesen Monat immer anders erleben: Mal im Sommer, wenn es heiß ist mal im Winter, wenn es schneit, auch im Frühling, wenn die Blumen blühen und das Leben neu erwacht, nach dem längen Winterschlaf und auch im Herbst, wo wir uns nicht nur durch fallendes Laub an das Vergängliche erinnern, sondern auch an die Armen und Bedürftigen in dieser Welt, die nicht freiwillig Verzicht üben, sondern weil sie nichts haben. Allah! Wir lobpreisen Dich, Du gibst uns durch Deine Gebote Denkanstöße . Du gebietest uns das Fasten, um uns am eigenen Leibe erfahren zu lassen, was es heißt nichts zu haben, unsere eigene Schwäche zu erkennen, unseren Mitmenschen zu helfen und unser enges E G O zu sprengen. Allah! Wir ergeben uns Dir gegenüber. Wir fasten, wie Du es uns geboten hast: bewußt und ausschließlich für Dich beabsichtigt. Wir fasten nicht, weil Du unseres Fastens bedarfst, nein! Sondern weil wir uns Dir ergeben wollen und weil wir wissen, daß Dein Weg der geradlinige Weg ist. Ramadan! Willkommen Monat der Gnade, der Liebe, der Menschlichkeit, des Verzeihens, des Vergebens, des intensiven Gottesdienstes und der Reinigung der Seele und des Körpers. Ramadan! In dir fastet nicht nur mein Körper, sondern auch meine Sinne fasten. In dir lerne ich Beherrschung. Meine Zunge lernt, sich Verwerflichem zu enthalten. Meine Augen und meine Ohren lernen, nur Schönes und Gutes zu sehen und zu hören. Ich lerne Gefühle zu erkennen. Not zu lindern, zu lieben. Ich lerne zu verzichten, auf das, was mir lieb ist, um die Kraft zu erlangen, teilen zu können und Rücksicht zu nehmen. Ramadan! Du bist ein Monat, in dem Tag für Tag – dreißig Tage lang – die Moscheen weltweit mit hunderten Millionen Muslimen überfüllt werden. Die einen beten Die anderen lassen schöne Quranrezitationsmelodien in die Lüfte steigen, die von Hoffnung und Zuversicht gefüllt sind. Alle gemeinsam blicken mit ihren Seelen und ihrem Verstand zu ihrem Herrn, bitten Ihn um Gnade und sind voller Erwartung, daß der Allerbarmer, Der Allgnädige, Der Allgroßzügigste ihren Bitten entsprechen wird. Ramadan! Du bist ein Geschenk unseres Herrn, Du läßt die Muslime eine Handlung vollbringen, die nur für ihren Schöpfer beabsichtigt wird, ohne Augendienerei oder Angeberei, eine Handlung, unsichtbar für die Augen und deshalb nur für den Schöpfer und von Ihm unermeßlich belohnt. ma'3asalama ya akhi yacin
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