Hi, ihr könnt es ja nicht lassen.
aber ich wohl auch nicht, es trifft mich immer wieder, das christen und moslems scheinbar ständig auf zwei völlig verschiedenen ebenen, aber unheimlich ausdauernd aneinander vorbei diskutieren. da muß ich jocim leider auch recht geben und mohand natürlich. das wir aber trotzdem nicht aufgeben und es immer wieder probieren, zeigt mir, daß ein kooperationsbedürfnis ja irgendwie da ist von beiden seiten. das läßt mich die hoffnung nicht aufgeben.

ulla, ich glaube, daß das auch in der politik der missionierungsverurteilungen der fall ist.
1. missionieren moslems ja nicht. da er die gleichen wurzeln hat wie die anderen buchreligionen, aber auf allen gebieten darüberhinaus geht, wie so schön gesagt, das geistige und materielle miteinander verbindet, muß man ja auch immer wieder gerade darauf hinweisen. es ist scheinbar die essenz dieses glaubens.
2. denke ich, daß wirkliche mission darin besteht, seinen glauben zu leben und davon zu erzählen, wenn man zuhörer hat. dagegen habe ich nichts und so interpretiere ich auch das missions-gebot. die entscheidung für eine religion und konvertierung ist in jedem fall eine ganz persönliche.
3. ist mission auf keinen fall, jemanden zum anderen glauben zu überreden oder gegen seinen willen zu konvertieren. wer das macht, missioniert nicht, sondern übt gewalt aus.
solche leute schaden ihrer religion, ob es christliche fanatiker oder islamische fundamentalisten sind.
4. ich glaube, solche gesetze gegen missionare beruht auf dem mißverständnis, 2. mit 3. zu verwechseln.

man kann nun die schuldigen überall suchen, unter den falschen missionaren, die die religion für ihre machtspiele mißbrauchen oder unter den gesetzgebern, die vielleicht selbst fanatiker oder zumindest eiferer sind und die religionen wiederum für ihre machtspiele mißbrauchen.

jana