hallo, - da es in der türkei auch einem "ungläubigen" gestattet ist, eine moschee zu besuchen, habe ich davon gebrauch gemacht. zu jeder zeit kommen fromme muslims in die moschee, um zwiesprache mit ihrem gott zu halten. was ich besonders beeindruckend fand: es waren sehr viele junge leute darunter. sie suchen sich eine ecke in der moschee und verrichten ihre gebete. diese gebete folgen einen gewissen ritual. sie sind sehr vertieft in ihre gebete und es stört sie nicht, wenn man - aus gebotener ferne - versucht, die atmosphäre in sich aufzunehmen.ich habe es oft erlebt, dass in den moscheen männer nebeneinander sassen und sich unterhielten, während nebenan ein muslim seine gebete sprach.
ich empfand die moscheen in der türkei als einen "demokratischen" ort, an dem menschen sich treffen, miteinander sprechen, ihre gebete verrichten und gemeinsam (freitags) zu ihrem gott beten.
ganzwaschungen - wie du fragst, gibt es wohl nicht. die sind, meines wissens, nur nach sexuellem verkehr vorgeschrieben. dazu gibt es auch keine vorrichtungen. aber vor den moscheen stehen wasserbassins, in denen der muslim seine hände waschen soll, um rein zu sein, wenn er in die moschee eintritt. vielleicht auch seine füsse? denn er tritt immer ohne schuhe in die räume der moschee.
eine frage zum schluss: warum dürfen christen oder besser "nicht-muslime" moscheen nicht betreten?
wie gesagt: die türkei macht da eine ausnahme, da der staat streng auf die trennung von religion und gesellschaft achtet.
noch einmal: das erlebnis, in bursa (türkei) eine moschee betreten zu können und ihre atmosphäre in mich aufzunehmen, hat mich mehr beeindruckt als jedes verbot in der sonstigen islamischen welt.
die moschee in casablanca interessierte mich nicht. sie ist für nicht-gläubige zugänglich. allerdings ist sie für mich auch ein monument der vermessenheit!
Jocim