Es gibt einen punkt,den man grundsätzlich nicht außer acht lassen darf: der islam ist für alle in einem islamischen land und von islamischen eltern geboren sind, ein " Din al fitra", was ungefähr bedeutet, ein angeborener Glaube. diese bestimmung des islam als "Din al fitra" läßt keinen austritt zu.
diejenigen muslime, die dies trotzdem vollziehen, tun das sicherlich aus verschiedenen gründen, meistens wegen Not. dabei tun sie das nicht aus übezeugung, sondern eher aus taktischen gründen.
ob in marokko missioniert wird, ist sehr fraglich, weil auch strafbar ist. die einzelfälle, die ab und zu öffentlich bekannt werden, finden in der regel in einem streng geheimen rahmen statt.
ich habe auch von den zum christentum konvertierten jungen in marrakesch in der presse mitgekriegt. da bin ich mir aber nicht sicher, ob es tatsächlich zu einer konvertierung gkommen ist. damals war ein artikle des korrespondanten der usfp-nahen zeitung " al ittihad al istiraki", in dem behauptet wurde, manche zeugen jehovas wären unterwegs und würden missionieren. es sollten junge amerikanische bürger, frauen wie männer, die dies ungefähr so taten, wie sie das in vielen europäischen ländern tun.
dem artikel nach hätten die zeugen jehovs ein treffen organisiert, zu dem dutzende von jugendlichen kamen. ob sie alle konvertiert das treffen verließen, darauf hat der journalist nur spekuliert.
wie gesagt, weil der islam ein angeborener glaube " Din al fitra " bestimmt ist, ist es praktisch nicht möglich auszutretten. Austritt gilt als " Ridá " und wird bekämpft, zum teil auch mit mord. es lassen sich zwar keine genaueren anweisungen im quranischen korpus finden, die den austritt ahnden, aber seit den kriegen des ersten nachfolger des propheten abou baker, in denen es um den kampf gegen die asugetretenen ging, ist es usus dagegen vorzugehen. dies ist aber allen glaubensrichtungen gemeinsam.

umni