Hallo Umniya, hallo Wolf.

Sicherlich stimmen Eure Argumente. Wie bei fast allem im Leben, gibt es zwei Seiten. Daß im Namen des Papstes und der Kirche gerade in Südamerika Grausamkeiten passiert sind steht außer Frage, hat aber nur indirekt etwas mit dem Thema hier zu tun. Auch im Namen des Islam sind Gräueltaten passiert, und das ohne zentrale Leitfigur. Ich denke dabei, lieber Wolf, u.a. an die grausame Zwangsislamisierung der berberischen Marokkanerbevölkerung durch die Araber. (Tausende wurden niedergeschlachtet, die sich nicht Zwangsbekehren ließen.) Ähnliches ist auch im Christentum passiert. Ihr seht, so etwas hat nichts mit einer vorhandenden Leitperson zu tun. Es ist mit und ohne passiert.
Die Idee meines Vorschlages war eine Lösung zu finden, wie der Islam sich in Zukunft glaubhaft und dauerhaft von radikalen Kräften befreien kann. Dies wäre ein Beitrag in die Richtung, daß in Situationen wie jetzt, nicht gleich pauschal der gesammte Islam kriminalisiert wird.
Natürlich, Umniya, da hast Du ein gutes Beispiel genannt, hapert es in den islamischen Ländern etwas mit dem Demokratieverständnis. Eine geplante Einführung einer zentralen Machtperson könnte wohlmöglich zu einem nicht absehbaren "Hauen und Stechen" innerhalb des Islam führen. Aber wie gesagt: Alles im Leben hat zwei Seiten.


Thomas


Beste Grüße
Thomas

In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.