Die Frage nach der Bedeutung, dem Anspruch,dem Stellenwert der masirischen Bewegung in Marokko und im Ausland ist doch nicht nur ein spezifisch marokkanisch oder maghrebinisches Thema.
Es gehört zu dem weltweiten Phänomen, dass Sprachen und Kulturen, meistens von ethnischen Minderheiten, durch stark veränderte Lebensbedingungen, in vielen Fällen besser beschrieben durch Ausbeutung und Unterdrückung von den Landkarten verschwinden.
Diese Sprachen und Sprachgruppen gehören aber zum kulturellen Erbe und Bestand der ganzen Menschheit! Jeder der die Frage nach dem Überleben von Ethnien verniedlicht und bagatellisiert, stützt diejenigen Systeme, die in der Regel mit keineswegs zimperlichen Methoden ihre politische Dominanz und ihre wirtschaftlichen Interessen durchsetzen.
Es ist schon merkwürdig, dass manche im Gewühle und der Vielfalt des alltäglichen Lebens in Marokko, das Klopfen derjenigen, die auf sich aufmerksam machen, nicht hören will, obwohl es sich nicht überhören lässt. Ebensowenig lässt sich übersehen, dass aus der Menge der lese- und Schreibunkundigen immer 'Köpfe' auftauchen, die gebildet sind, sogar in zweifacher Hinsicht: arabisch und europäisch. Solche, die in der Lage sind neue Denkräume aufzumachen, Werte neu zu formulieren, Visionen zu entwickeln und nach Wegen suchen, sie zu realisieren. Weder die Herabwürdigung oder das Nicht-zur-Kenntnis-nehmen-wollen noch die Dämonisierung der masirischen Bewegung schaffen das Thema (wie es manche wohl gerne hätten) aus der Welt.
Es ist und bleibt einfach der Weg des kulturellen und politischen Dialogs, der die Mitbestimmung und das Zusammenleben aller - in Deutschland, in Marokko und überall auf der Welt
möglich macht. Das fordere ich auch von den Sprücheklopfern und Demagogen im net!