Hallo Srabija,

danke für den Bericht. Sehr gerne wäre ich bei dem Vortrag dabei gewesen.

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Eine besondere Signalwirkung liegt in dem eigenständigen, aktiven, teilweise offensiven Auftritt ihrer Frauen, besonders dem ihrer Protagonistinnen
Darüber war ich erstaunt, denn ich erinnere mich noch gut daran, dass Gabi vor einigen Jahren bei ihrem Vortrag über die marokkanische masirische Bewegung auf mein Nachfragen hin sagte, dass diese Bewegung leider zum größten Teil von Männern getragen wird. Hat es da eine Änderung in den letzten Jahren gegeben? Hat sie auf eine solche Entwicklung hingewiesen? Was sind das für Frauen? Kommen sie aus dem akademischen, städtischen Milieu? Sind sie eher politisch motiviert?

Sicherlich hat sie auch über die regionalen Unterschiede gesprochen, über die ihr hier im Vorfeld debattiert habt. Es ist ja tatsächlich so, dass die Situation der marokkanischen Frauen (nicht nur den masirischen) von verschiedenen Faktoren abhängt, nicht nur regionalen, kulturellen, religiösen sondern natürlich auch sozialschichtsspezifischen und familiären etc.

 Antwort auf:
Ist es damit genug? Oder sollten solche Gespräche, Diskussionen kontinuierlich weitergeführt und vertieft werden.
Ich habe inzwischen den Eindruck, dass hier im Forum nicht der richtige Ort ist, um über (marokkanische) Identitäten zu sprechen, zu sehr prallen hier die unterschiedlichen politischen Lager aufeinander und stoßen sich gegenseitig ab, ohne dass es dabei wirklich zu irgendeiner Verständigung kommt. Das ist für Außenstehende eine Zeit lang interessant, aber irgandwann ist man genervt von dem immer gleichen Schlagabtausch.

Ich habe den ersten - wagen - Eindruck, dass man das Thema Tamazight hier in Marokko viel unaufgeregter betrachtet. Ich treffe viele Menschen, die sich freuen, wenn sie bemerken, dass ich mich dafür interessiere. Sehr viele, deren Muttersprache Tamazight, bzw. Tachelhit ist, die diese aber leider nicht an ihre Kinder weitergeben, sondern zu Hause nur Darija sprechen. Sie bedauern das zwar, scheinen aber auch nicht die rechte Notwendigkeit (oder Möglichkeit?) zu sehen. Ich frage mich, ob sich daran etwas ändern wird, solange Tamazight (in den Städten) nicht wirklich eine "Brotsprache" ist. Zur Zeit stelle ich mir die Frage, ob nicht die Omnipräsenz des Französischen hier auch der Aufwertung des Tamazight (und der Darija) im Wege steht. Aber das ist ein anderes Thema.

Zuguterletzt interessiert es mich sehr, ob Gabi auch etwas von der Matriarchiatsforschung erwähnt hat. Ich bin da bislang auf wenig Quellen gestoßen.

Grüße
(PN an dich, liebe S., folgt, muss erst die Daten abchecken )