hallo,

der titel dieses threads müsste dringend korrigiert werden. er müsste lauten: "die berberisten scheitern mal wieder an sich selbst".

wahr ist, dass marokko einer der wichtigsten sozio-politischen fragen aus dem bereich des "siba" gezogen und ihr annerkennung und insitutionalisierung nicht zuletzt durch das ircam verliehen hat, ohne dass sie vom volk als irgendeine seiner grössten prioritäten in welcher form auch immer angezeigt wird. der druck der wenigen, zerstreuten und orientierungslosen berberisten kann kaum als grund dafür genannt werden.

nach nur wenigen jahren hat man wichtige ergebnisse erzielen können: tamazight wird in marokko (nicht etwa in der kabylei) nach der iso-norm international standardisiert. ihre integration in das schulsystem ist bereits dabei die pilotphase zu verlassen, um normalität zu werden und überhaupt liest man hie und da meldungen, die bestätigen, dass tamazight allmählich un sicher zu anerkennung und rehabilitation gelangt.

der rücktritt dieser mitglieder - von dem übrigens das volk keine notiz genommen hat - zeigt zwei flagrante aspekte bei den berberisten:

- sie ticken genau wie die arabischen demagogen, deren dogma es ist, jeder konstruktiven einigung zunächst einmal einen detruktiven schlag verpassen zu wollen.

- sie verraten ihre eigenen ziele und ihre eigene arbeit, in dem sie im ernst erwaten, dass marokkanische staatminister (am besten auch jene erben von allal elfassi) und institutionen sich für sie einsetzen. dabei versäumen sie ihre ureigne und ureigentlich rolle: sich für tamazight zu kämpfen und sich für die eigenen ziele einzusetzen und zwar an der quelle, dort wo sie waren, in der politische hauptstadt, und dabei jeden auch nur teilerfolg zur motivation und effizienten mediatisierung der mazighischen sache zu funktionalisieren.

natürlich hat man vieles nicht erreicht, natürlich ist der weg lang und steinig und natürlich wird man sich irgenwann über die ziele des ganzen noch einmal unterhalten müssen. aber haben wir es hier nicht mit geschichtlichen und delikaten lernprozessen zu tun ? wer kann nach zwei jahren schon das handtuch werfen, einem in der identität "arabischen" und "islamischen" staat vorwerfen, für tamazight nichts zu tun, dabei alle erfolge in rabiater und demotivierender art abschlagen und noch ernstgenommen werden ?

solche leute braucht man nicht. dies "karijitische" mentalität, die ihre identität durch die stete ablehnung und lamentierung definiert, kennt man von den arabischen ländern zu gut und marokko leidet bereits unter ihr.

im bereich der promotion von tamazight als kultur und als sprache macht marokko wichtige schritte, während in anderen ländern solche fragen immer noch ein thema der klandestinität und des bürgerkriegs sind. der fortschrittliche geist müsste also darin bestehen, diese entwicklungen in marokko kritisch (in allem sinne des worts) und konstruktiv zu begleiten. sich gerade in dieser frage und gerade in dieser zeit deart zu verhalten ist etwas beschämendes.