Hallo Barbara,
dann kauf dir das Buch, es ist wirklich nicht teuer.
"Der Islam hat das damals übliche lebendige Begraben weiblicher Säuglinge verboten."
Ja, weiß ich. Aber reicht das aus um die Gesellschaft im Jahre 2005 zu gestalten?
"Die Beschneidung ist für keine Muslima Pflicht! Sie wird vom Islam TOLERIERT, und zwar nur in einer minimalen Form, der Entfernung des oberen Drittels der Klitoris."
Das ist schlimm genug. Oder möchtest du so beschnitten werden?
"Die in vielen Ländern übliche große Beschneidung ist somit also unislamisch. Mohamed soll damals sinngemäß gesagt haben: wenn ihr schon meint das machen zu müssen, dann maximal ein Drittel."
Trotzdem geschieht es in noch krasseren Formen und wird "islamisch" legitimiert.
"Al Azhar konnte vor diesem Hintergrund also gar nicht die Beschneidung als absolut unislamisch betrachten."
Wieso nicht? Kapier ich nicht.
"Ansonsten zeichnet sie sich ja durch interessante Entscheidungen aus, z.B. die zur Empfängnisverhütung."
Eben.
"Und mir schmeckt die ganze Suppe wie Mahmoody wegen des Medienhypes. Wüstenblume, was ich auch gelesen habe ;-), wurde nicht so aggressiv antiislasmisch vermarktet."
Erstens kann da die Autorin nichts dafür, oder? Zweitens ist sie eine Politikerin, eine Person des öffentlichen Lebens also. Drittens ist ein Mensch gestorben.
Entschuldige, dass ich deinen Beitrag so zerpflücke. Glaub nicht, dass ich deine Position nicht verstehen kann. Aber es nervt mich auch, dass diese Diskussionen immer in den gleichen Bahnen verlaufen. Warum kann man sich nicht inhaltlich mal etwas differenzierter mit diesen Dingen auseinandersetzen, als immer gleich "Feindbild Islam" oder - auf der anderen Seite - "Feind Islam" zu rufen.
Grüße