Hallo, alle miteinander!

Dieses Jahr waren wir einige Wochen im Februar/März in Marokko. Unter anderem haben wir auch in Taghazout gewohnt, ungefähr 20 Kilometer nördlich von Agadir. Hier kommen ein paar

Bilder aus Taghazout - Ausblick zum Meer

Es ist kurz vor sechs Uhr morgens. Ich stehe auf dem Balkon unserer Wohnung am Strand von Taghazout und betrachte die Umgebung.

Silbermöwen fliegen in großen Kreisen über dem Meer. Von Zeit zu Zeit machen sie eine Ruhepause auf einem der zahlreichen Felsen, an denen sich die Wellen brechen. Und immer wieder lassen die Möwen ihren charakteristischen lauten Ruf hören.

In das Schreien der Vögel mischt sich das Geräusch von Außenbordmotoren. In blau gestrichenen Holzbooten brechen die Fischer von Taghazout zum Fischfang auf. In Gruppen von jeweils drei Männern kommen sie zum Strand. Einer trägt den Motor, die anderen beiden die Ruder und andere Dinge, die sie für ihre Arbeit benötigen. Gemeinsam wird das Boot über den Sandstrand zum Wasser geschoben. Zwei der Männer klettern hinein und ergreifen die Ruder. Die heranrollenden Wellen erfassen das Boot, während die beiden Männer mit den Rudern versuchen, es über die Brandung in tieferes Wasser zu bringen. Der dritte der Besatzung hilft durch Schieben vom Strand aus nach. Zuletzt steht er schon bis zu den Hüften im Wasser. Der Motor wird gestartet, und auch der letzte Mann klettert schnell zu den anderen ins Boot. Eins nach dem anderen verlassen die Fischerboote den Strand und verteilen sich rundherum auf dem Meer.

In der Ferne, auf der anderen Seite von Taghazout, scheinen viele kleine weiße Häuser gebaut worden zu sein. Bei einem Blick durch das Fernglas erweist sich die Siedlung als die größte Ansammlung von Wohnmobilen und Campingwagen, die ich bisher jemals irgendwo gesehen habe. Sie stehen dicht an dicht bis hinunter zum Strand. Ein Marokkaner erzählt uns später, dass dort europäische Rentner ihre Winterquartiere haben.

Manchmal werden wir auf unserem Balkon von oben beobachtet. Ein gelbbrauner Hundekopf erscheint in einer Lücke zwischen den Blumenkästen, die die Dachterrasse abgrenzen, und guckt zu uns herunter. Über uns in der obersten Etage des Apartmenthauses wohnt nämlich zurzeit ein junges Paar aus Frankreich mit seinen drei Hunden. Einer der Hunde scheint zum Surfen nach Taghazout gekommen zu sein. Vom Balkon aus beobachten wir, wie er immer wieder auf die anrollenden Wellen zuschwimmt, bis er von ihnen erfasst wird und unter Wasser verschwindet. Sobald er wieder Sand unter den Pfoten hat, bellt er laut und macht sich dann von neuem auf zum Wellenreiten. Da sieht man, es muss nicht unbedingt ein Neoprenanzug sein, ein Pelz tut’s auch!

Gruss von Anna \:\)