ich habe das buch kurz angelesen. es lohnt wirklich nicht. aber das buch kommt zur "richtigen zeit"! warum? weil es alle vorurteile bedient, die sich nach dem 11. september manifestiert haben.
es ist also ein buch für die schweigende mehrheit, die gerne in schwarz-weiss bildern denkt und argumentiert.
immerhin, fallaci wusste die allgemeine emotionsgeladene atmosphäre nach dem 11. september geschickt für sich zu nutzen. sie konnte mit hohen auflagen rechnen.
andererseits: warum immer "political correctnes"? die ist auf dauer auch ziemlich langweilig.
fallaci hat ein sehr emotionales buch geschrieben. sie überspitzt und polemisiert. das ist einerseits gefährlich, andererseits fordert ihr buch aber auch zur diskussion und zum widerspruch heraus.
was ich sagen will: es ist mir lieber, jemand sagt seine meinung unverblümt, als dass er statt gedanken zu formulieren, zur tat schreitet.
und dann noch: wenn von verschiedenen seiten der blanke "hass" auf den westen und insbesondere auf amerika gepredigt wird - warum soll sich dann nicht auch einmal eine westliche stimme mit ihrem *hass* zu wort melden?
die demokratisch verfassten westlich gesellschaften werden damit schon umzugehen wissen!
J.