hallo Zusammen..

hier noch wunderschönes von Von Mohammed Bennis
Stücke aus: Die Farbe der Ferne.
Herausgegeben und übersetzt von Stefan Weidner.


Zweifel

zweifel
für diese zweifel
die uns erleuchten
für diese zufluchten
die sich verbinden
bestimmen wir die farbe der spur
und säen sie
als pelikan
säen sie
als welle
oder als stein
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dort
zwei hände
nah und tätowierung
transparenz
von orkanen umkreist
ist es deine umlaufbahn
oder sind es meine kalligraphien
heimgekehrt aus dem gesang
und einem beliebigen staub
dort also
dort also

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leichtsinn
fragt ihn nicht
nach
den wegen
vielleicht
belastet ihn
die biegsamkeit der zweige
am horizont der sein schweigen bedroht

fragt ihn nicht
nach
den gefahren
vielleicht
dringt ein aufhören
aus seinem verlangen
zu ihm durch

fragt ihn nicht
nach den pilgerriten
denn er ist
leichtsinn gießt
sein blut fort
fügt sich
dem vergessen


Blindheit

diese tinte steigt mit mir zu meinem atem auf
steigt triumphierend mit mir auf
dann
dorthin
wo mein auge verführt wird
dann
bis
riegel wachsen
in der achtlosigkelt meines fiebers
perioden von henna
und häuser in der nacht der tänze
bis
zur nacht der tänze
wo die palmen nah bei schritten sind
die ihren besitzer vergaßen
und ihr ziel
unterm schweigen überraschte ich
ein zirpen
ein siegel das schmilzt
und schmetterlinge die sich aus flecken erheben
vögel
die in alle richtungen fliegen
geleitend
mich
zu meiner blindheit


wunsch
hätte ich nun was ich nicht habe
eine sprache
um die luft zu enthüllen
einen schritt
der klingend vorübergeht
und beladen mit einem sinkenden himmel
zurückkehrt zu mir
eine gegend
wi ich abwarte ruhig
bis der pulsschlag losbricht
zwischen kuppeln die niederstürzen
und einem vorspiel das sich poeten vererben
hätte ich nun
was ich nicht habe
so fände ich zu guter letzt
zu einem thron
mir zugedacht
aus des abends staub

wörter

wörter es schnitzt sie
atem
aus blässe
nicht
Wörter
wecken mir die rasse ihres begehrens
im angriff von metaphern
die mir drohen
wörter
ihre einsamkeit mobilisierend
ihre verirrung
wörter erstrahlen hinter dem vorhang der wörter

dieser schatten hißt die wolke meiner hand
die morgen auswandern wird
aus kellern
die ihrem schmetterling
enthüllt wurden

und das schweigen dort ist sehr beansprucht
es vervielfacht sich
in den fackeln der
aster
sie bringt die toten näher zu mir
die hindurchgegangen sind
durch das gedächtnis der wörter


angriff
ich habe weder kuppeln noch arkaden
die glut zieht es einzeln
zu mir
sie hat von mir der hände eskapaden
sterne aus der vorfahren geographie
auf den ästen meines bluts
entsteht die blume
versuchung
o basilikum des begehrens
aus dieser klaffenden wüste
strömen nach und nach
meine verbündeten zusammen
und wir blasen zum angriff
auf die geheimnisse des schweigens
wie mitfühlend du bist
psalmodie
meiner umflorten provinzen.