uhschen,
der erste kritische satz an dir von rainer fasst genau das aus, was ich in meinem beitrag dir mitzuteilen versuchte.dazu ist noch hinzufügen, dass die sprachverhältnisse in marokko es gar nicht zulassen, von EINER LANDESSPRACHE zu reden. die ganze zeit habe ich mich bemüht, sprachnationalistische begriffe ( muttersprache, sprachgemeinschaft....)zu vermeiden. diese begriffe gehen auf den deutschen sprachnationalismus des 18.Jhs zurück und sind in einer zeit geprägt, als die deutschen meinten, durch sprachpurismus, sprachreglung, sprachnation sich von den übrigen nachbarländern abzugrenzen. die spitze dieses gedankengutes war die weltsichtheorie von Humboldt. aus dir du anscheinend dich insperien lässt.übrigens auch wie die ersten arabischen natinalisten in syrien und libanon.so revolutionär wie die weltsichtheorie damals war, taugt sie heute nicht mehr. die sprachlichen verflechtungen in der welt relativieren sie enorm.
noch einmal: literatur ist nicht marokkanisch, weil sie auf marokkanisch geschrieben ist. sie ist marokkanisch weil deren thema die nackte marokkanische realitär ist.
bevor wie jetzt das hähnchen rupfen, was ist das für dich marokkanische sprache? findest du nicht, dass du was schreibt, was keiner wirklichkeit entspricht? ist das nicht ein mythos, an den nur nationalistisch ÜBERZEUGTE festglauben? was ist, wenn ich in einem der marokkanischen dialkete schriebe, würdest du dann meine arbeit als marokkanische literatur einstufen? ich habe den eindruck, dass es dir gar nicht um das literarische schaffen geht, sondern vielmehr um den mythos
" marokkanische sprache"
überleg dir sehr gut mit welchen begriffen du bis jetzt arbeitest!
umin.