Finde die Diskussion interessant, aber auch gefährlich, denn ich assoziiere den Sinngehalt von Uschens Aussage als eher negativ, da ich bei dieser Art (sprachlicher) Festlegung mehr in Richtung Rassismus und Monokultur denke!
Die blühende Welt des Orients und speziell Marokkos würde uns nicht arabischsprechenden doch weitgehenst verschlossen bleiben, wenn jeder Schriftsteller sich ausschliesslich in seiner Heimatsprache artikulieren würde und wenn aufgrund von Uschens Worten durch seinen befürchteten "Assimilierungsverlust" von Übersetzungen ins Deutsche Abstand genommen werden würde.
Uschen, übrigens wird mir schlecht, wenn ich ich dies hier von Dir lesen muss:
"...Wir können nur Marokkaner sein , wenn Wir auf Marokkanisch etwas schreiben.
D.h die Sprache allein ist das Kriterium.
Wenn wir miteinander Marokkanisch sprechen und texte schreiben , dann sind wir
Marokkaner, weil wir ja inerhalb des Marokkanischen bleiben.
Aber sobald wir Deutsch sprechen und schreiben , sind wir nicht mehr Marokkaner, weil
wir uns ja einer anderen Sprache bediennen als unsere erste Sprache( Muttersprache )..."
Uschen, bin ich etwa jetzt kein Deutscher mehr, weil ich mich oft in einer anderern Sprache als meiner Heimatsprache artikuliere?
Wenn Du so nationalistisch-marokkanisch denkst, (obwohl Du wahrscheinlich hier deutscher Staatsbürger bist), dann musst Du Dir auch die Frage gefallen lassen, warum Du Deine Existenz und Lebensschwerpunkt noch in Deutschland hast und nicht als Ergebnis Deiner offensichtlichen Identitätsfindung zurück nach Marokko gekehrt bist? Und weiter, warum Du hier Deine Beiträge in deutsch formulierst und nicht versuchst sie ain Deiner marokkanischen Heimatsprache auszudrücken? Anschnu briet? Aschan arabia ou masäl alemania? Oula makän fimt wahlu?
Rainer