Hallo Uschen,
ich verstehe was Du meinst. Aber das Problem ist eben, daß nicht jeder jede Sprache versteht (ob marokkanisch oder französisch, was auch immer). Und so betrachte ich die Einbüßungen durch Übersetzen als das kleinere Übel, besser als daß niemand außer dem entsprechenden kulturellen Kreis diese Werke lesen kann. Ich persönlich kann nicht arabisch (was ich sehr schade finde, aber ich werde versuchen es zu lernen). Im Zweifelsfall vielleicht französisch oder englisch, aber ich habe Probleme, ein ganzes Buch in einer Sprache zu lesen die ich nicht perfekt beherrsche. Da sind einfach die Verständnisprobleme zu groß.
Natürlich verstehe ich es, Ein Text kann ein Kunstwerk sein, das durch eine Übersetzung höchstwahrscheinlich zerstört wird oder zumindest an Schönheit einbüßt.
Besonders viel Schreiberfahrung habe ich übrigens nicht, sie geht kaum über meine Schulaufsätze hinaus :rolleyes: aber ich hatte immer Spaß am Schreiben und vor allem auch am Lesen.
Um zu Deinem Problem zurückzukommen: Ich denke, es gibt dafür leider keine pauschale Lösung. Aber es wäre schließlich schade, wenn die marokkanische Literatur nur demjenigen zugänglich ist, der arabisch kann. Außerdem darfst Du nicht vergessen: Die Sprache ansich ist zwar ein gewaltiges Ausdrucksmittel, aber es geht ja oft um die Aussage, und die bleibt in einer Übersetzung (meistens) erhalten!
Viele Grüße
Sinah