Hallo,
ihr habt beide den Kern des Problemes erkannt.
Das Wesen der Literatur ist die Sprache selbst.Wenn ein Roman auf Deutsch oder Französisch geschrieben ist, sei es von einem Marokkaner oder Nicht-Marokkaner, hat das im Prizip mit Marokko nichts und gar nichts zu tun.
Wenn Du , Ich und die anderen einen deutschen Text über Marokko lesen, erblicken wir Marokko aus der Weltsicht der deutschen Sprache.
In Frankreich spricht man von der frankophonen Literatur aus dem Maghreb usw..., diese Bezeichnung ist falsch und irreführend.
Wenn ich Kheir-Eddine, Taher Benjelloun, Edmond Amrane auf Französisch lese, habe ich es mit französischen Wörter zu tun und nicht mit marokkanischen !!! Diese Literatur ist eine französische und nicht frankophone. Es gibt keinen frankophonen Roman !! Entweder ist es ein Französischer Roman oder gar nicht , irgendetwas dazwischen gibt es nicht !!
Ich glaube, dass der Erfolg und Misserfolg der marokkanischen Kulturproduktion mit der dem Sprachproblem zusammenahängt : Welche Sprachen sollen wir schreiben ? Die, welche von allen MarokkanerInen verstanden werden oder die, welche nur von einer Minderheit ??.
Das gilt übrigens genauso für die Literatur auf Arabisch.
Die " Orientalen " wissen, dass die Marokkaner kein Arabisch sprechen und deshalb geben schätzen diese Literatur nicht( Sie sagen, wie die Franzosen,das ist keine arabische Literatur sondern eine maghrebinische Literatur auf Arabisch ).
Das ist mein Standpunkt.
Die Frage ist warum können wir keine einheimische marokkanische Literatur produzieren ?
Bis Bald
Uschen


Tidt n umya!