Wüstensohn in Berlin....

Das Wetter war nicht besonderes ansprechend an diese Nacht, ich habe mir dennoch vorgenommen nichts ins Hotel zu bleiben und ein wenig mir Stadt antun, Nachdem ich von einen Kebab in der Unterführung von der Friedrich Straße nicht ganz so begeistert war an diesem Abend , stiege ich wieder in der U-Bahn . zu eine Kneipe die ich einen Abend vorher in der nähe von einen spanischen Tapas laden per Zufall entdeckt habe fühlte ich mich angezogen , sie war sehr einfach und Klein mit einen Klavier geschmückt der als Ablage für Zeitschriften und Werbung diente, einen Mann bekleidet mit einen Langen Leder Mantel und hohen Stiefel taucht dort anscheinend jeden Abend in Begleitung einer Dame die mir älter erschien als er auf und räumt diesen Klavier auf und singt schöne Russische Lieder, zu diese Kneipe wollte ich noch einmal hin und einen Glas Rotwein trinken.
Als ich dort eintraf war die Kneipe bereit voll, es gab nicht allzuviele Tische und die Dame sammelte schon in einen Hut Trinkgeld für den Sänger der schon dabei war seinen Glas Bier in einem Rutsch runter zu kippen.
Ich habe mich dann entschieden in der gegenüberliegenden Kneipe zu gehen, als ich rein kam merkte ich das zwischen einfach und nobel nur eine schmale Straße liegt, es sah von außen nicht nach einen etwas gehobene Kneipe aus, dennoch habe ich mich entschieden einen Glas Rotwein dort zu trinken, es wäre sonst zu auffällig wenn ich plötzlich aus der Kneipe mich heraus schleiche, ich begab mich an der Theke und bestellte einen Merlot, die Tische in dieser Kneipe waren auch klein aber still voll, ich habe mich nicht zugetraut irgendwo hinzusetzen, alles schien mir zu intim und den Gästen dort zu vertraut, meine Verklemmung bekam der Kellner auch zu spüren als er mich fragte ob ich zu den Rotwein auch einen San Pelegrino Wasser haben möchte, als ich doch mit "selbstverständlich" als Antwort gab.
Ich habe mich entschieden nicht so verklemmt zu sein und eine Art Selbstverständlichkeit von mir zu zeigen, spätestens als der Kellner mir einen Glas 0,1 Merlot hinstellte und dazu einen ganzen Liter Flasche san Pelegrino, war mir klar das ich darauf zumindest reagieren sollte, ich habe versucht den Kellner der wahrscheinlich noch nie einen Merlot zu sich genommen hat klar zu machen daß ich keinen Berliner bin daß ich Ubahn fahre und daß das Verhältnis nicht zur guten Merlot gerecht sein, er hat mich wahrscheinlich nicht verstanden, ich wollte ihn fast sagen ich bevorzuge Kerzen auf Bierflaschen statt Halogen Leuchten das ich lieber aus einen einfachen Ikea Glas meinen Merlot trinke als in einen Designer Kristal, ich habe mich zusammengerissen und wollte meinen Charm in Spiel setzen und bat ihm mir einen zweiten Wasserglas hinzustellen, als er das tat drehte ich mich zu meiner Seite wo eine nette Dame sich in eine Handelsblatt alles andere als berührt vom Geschehen um sie herum, ich fragte sie ob sie mich vielleicht bei dem Wasser unterstützen kann, wie ich es erwartet habe in diesem High Level Laden hat sie zuerst den Anschein gemacht als ob sie mich nicht wahrnimmt, ich rückte mich zu ihr und fragte sie ob die Wirtschaft spannender ist als einen Glas San Pelegrino mit mir.
Als sie mich anschaute merkte ich das sie einen Glas Rotwein bevorzugte, ich drehte mich zum Kellner der an diesem Abend nicht auf so einer wie ich vorbereitet war und ständig die weite von mir suchte und winkte ihm anständig wie in so einen Laden sich gehört und bat ihm eine Flasche Merlot mir hinzustellen, ich fühlte wie wichtig ich dabei wurde auch in den Augen der Wirtschaft.
Sie tat die Zeitschrift zur Seite und widmete sich ganz mir zu, ich wusste gar nicht das ich sie mit so eine Geste in so einen Laden imponieren kann.
Nach der dritte Flasche Merlot und den üblichen Espresso wagte ich es gar nicht in die Rechnung zu schauen und lag direkt die Kreditkarte hin. Antonia so hiess die Frau die angeblich beim Radio-Berlin arbeitete hat sich von mir draußen verabschiedet und mit dem Argument einen anderen Weg als ich nehmen sollte.
Als ich in der Ubahn war merkte ich schnell das der Abend noch langer nicht ausgezahlt war , die Bahn lief nicht mehr und war froh das ich noch Geld für einen Taxi hatte.
Am nächsten Abend habe am Alexander Paltz einen Kebab genommen...........


© Mo/00


© Mo/00