Hallo Silla mein nachträglicher Glückwunsch zu deinem Geburtstag, die Zeit die kommt soll dir glück bringen und die Zeit die geht soll nicht vergessen bleiben in diem Sinne...

Im Reich der Satanskluft....

Wie oft ich krank war als ich klein war, kann ich mich nicht daran erinnern. Was ich noch genau weiss das ich in meinen Jungen Jahren einmal ein Arzt zu Gesicht bekam als bei uns in der Schule eine Impfmaßnahme vorgenommen wurde, Er trug einen Arzt Kittel an und war so streng dass ich davon ausgehen kann das er entweder einen richtigen Arzt war oder einen altgesessener Krankenpfleger der die gleichen Privilegien wie einen Arzt hatte.
Einen Erlebnis wird mir nie vergessen bleiben, ich musste Sieben gewesen sein und es war Winter, wir mussten den ganzen Tag in eine Zimmer weilen wo der Kohloffen war es war sogar so kalt das wir unsere Jacken anbehielten und uns zusätzlich eine Decke über die Füße drauf tun.
In diesem Zimmer roch es muffig, die wände die feucht waren und das essen was auch dort gekocht wurde ließen die Luft die noch durch den Offen beraubt wurde stehen sodass wir nicht viel erzählt hatten und meistens müde schienen.
Mein Husten nahm kein Ende, ich fühlte wie meine Mutter sich sorgen machte um meinen Zustand.
Eine Nachbarin die sich kurz die Propangas Flasche leihen wollte weil sie plötzlich besuch bekamen und nicht auf ihren Mann warten wollte um das Besuch zu bewirten hatte Sogar erzählt ein Junger von der Nachbarin ihrer Schwester hatte den gleichen Husten gehabt und sie wäre mit ihm zum "sidi Bennour" gegangen und er hätte ihm nur seine Hand auf den Kopf gelegt und damit wäre der Husten Vorbei.
Ich bekam es in meinen alter mit der Angst zu tun und begann an zu weinen, der Name "Sidi Bennour" klang für mich sehr mystisch und beängstigend.
"Sidi Bennour" sollte mich heilen, er hat viele geholfen mit seine Bloße hand sagte mir meine Mutter beruhigend und das schönste dabei wir werden mit dem Bus zu ihm fahren um das ganze spannender für mich zu gestalten.
Als mein Vater abends kam erzählte ihm meine Mutter ihre Vorhaben mit mir, er sagte keinen Wort darüber, ich habe mir gedacht vielleicht hatte er auch angst von der Fluch von "Sidi Bennour" gehabt und deswegen er meinen Mutter nicht wiedersprach.
Ich habe mir diesen "Heiligen" Groß und mächtig vorgestellt, ich stellte ihn mir sitzend auf einen Berg und mit einen Riesen Hand die aus Kranke heile, aus arme Reiche und aus unfruchtbare Frauen Mütter machte. Ich malte mir so viele Geschichten aus in meinen begrenzten Welt das ich abends zu meine Mutter ins Bett schlüpfte.
Das Hahn lebte auf unsere Dachterrasse mit zahlreichen Kaninchen, er gehörte sozusagen zum Alltag bei uns, meine Mutter stand an diesem morgen sehr früh auf und packte ihn lebend in einer Tasche.
Als wir unsere Ziel erreichten vermisste ich die Berge und begaben uns in einer Gasse, meine Mutter hatte mich auf ihren Schulter die ganze Zeit getragen ich musste nur die Tasche mit den Hahn festhalten, ich könnte ihre Herzschläge hören die schneller wurden als sie vor einer Tür stehen geblieben ist.
Sie ließ mich aus ihre schultern runter und nahm den Hahn aus der Tasche raus, er begann an zu quieken. Ohne zu klopfen ging eine Tür auf und er stand da in eine "Fukia" (marokkanische Freizeit jellaba) und Barfuß er war alt aber klein, Essensreste um sein mund herum deuteten daraufhin das er keine zähne hatte oder sein Gebiss abgelegt hatte.
Wir blieben an der Tür stehen und ohne einen Wort zu sagen packte er das Hahn zu sich und lag seine fettige Hände auf meinen Kopf und brabbelte etwas was ich nicht verstehen könnte, meine Mutter hatte stets unter ihrem Schleier zur Boden geschaut und sich nicht gerührt aus Respekt vor "Sidi Bennour".
Es ging ganz schnell alles, und meine Mutter bückte sich zu ihm und küsste ihm die Hand,
Ich tat es auch und "Sidi Bennour" machte die Tür wieder zu...


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