Zu diesem Thema kann ich euch folgendes berichten.
Meine Frau und ich kennen uns nun seit sieben Jahren. Sie war nicht meine erste Beziehung (war aber nie verheiratet) zu einer Marokkanerin in Marokko und ich kenne das Land und seine Gepflogenheiten seit vielen Jahrzehnten. Kurz nach der Trennung lernte ich meine jetzige Frau noch in Marokko, aber über das Internet, kennen.
Ich musste aus beruflichen Gründen wieder zurück in die Schweiz. Bei meinem nächsten Aufenthalt trafen wir uns persönlich in ihrer Heimatstadt, wir machten einige Ausflüge und verlobten uns! So ging das dann danach im dreimonatlichen Rhythmus weiter: … Familie kennen lernen … erste intimere Kontakte (nach aussen aber immer auf Distanz … Ehevorbereitungen … Heirat.
Der gesamte Papierkram zog sich sehr in die Länge. Der Übertritt zum Islam, war eine reine Formsache und für mich persönlich kein wirkliches Problem. Nach fast einem Jahr waren wir dann verheiratet und sie kam im September in die Schweiz.
Unser Altersunterschied ist 17 Jahre.
Alles fing etwa also ähnlich an, wie bei dir Bummi 34.
Dem Beitrag von Bhaloulia kann ich, nach meiner gemachtenErfahrung und zwar nicht nur aus der in der Beziehung zu meiner Frau, voll unterschreiben.
Die Stellungnahme Bulbulla hingegen erscheint mir doch sehr von Klischees und vagen Behauptungen gespickt.
Vorsicht ist zwar immer besser, aber 95 % der marokkanischen Frauen (aus allen Schichten wohlbemerkt), die ich persönlich kennen gelernt habe in den vielen Jahren in Land, und aus meiner grossen Verwandtschaft, sind sehr zuverlässig und vertrauenswürdig. In all meinen Jahren in Marokko habe ich mich immer, wollte ich etwas erreichen im Land, an Frauen gehalten und bin nie wirklich schlecht damit gefahren.
Meine Frau und ich sind nun fast 6 Jahre verheiratet, ich möchte keinen Moment missen. Sie bringt sich mehr als notwendig für unser Leben auch finanziell durch eigene Arbeit ein. Während meines schweren Unfalls und der darauf volgenden Genesung hat sie sich rührend um mich gekümmert. Darüber hinaus hat sie sich auf besondere Weise, wie man es nur für eigene Familienmitglieder tun würde, mit meinem über 90 jährigen Vater verstanden und hat ihm wirklich nahe gestanden bis zu seinem Tod.
Eigentlich wollte sie ursprünglich gar nicht nach Europa und wir haben uns versprochen, dass wir, sobald als irgendwie möglich und alles in der Schweiz geregelt ist, in den kommen Jahren nach Marokko zurückkehren werden.
In den vergangenen Jahren konnten wir auch einige Paare (u.A. auch in diesem Forum) in ähnlicher Konstellation kennen lernen. Alle sind mit ihrer Partner-Wahl eben so glücklich, wie wir es sind.
Die Abwicklung der Heirat braucht Geduld und Durchhaltevermögen, uns hat sie gesamt etwa 3000,- € (Flüge/Papiere/Gebühren/Organisation) gekostet. Das kostet eine Hochzeit in Europa auch.
Ich bin der Meinung, wer als Mann in Sachen einer Heirat mit einer Marokkanerin ausschliesslich mit Kalkül walten lässt, sollte es sein lassen und am besten weiterhin Single bleiben. Wer aber das Herz mit entscheiden lässt (was eigentlich normal sein sollte) findet sicherlich in der Regel eine verlässliche Partnerin! Wie in jeder Ehe, gibt es Dinge, die besondere gegenseitige Rücksichtnahme erfordern, und als Europäer muss man sich auch mit den unterschiedlichen kulturellen Voraussetzungen seiner Partnerin vertraut machen und diese akzeptieren können.
Falls du Bummi mehr Infos zur Abwicklung der Formalitäten brauchst, kannst du dich gerne an mich/uns via einer persönlichen Nachricht wenden.

Last edited by omar11; 10/02/17 03:46 AM.