Der Bezirkschef befragte mich nach dem Woher und dem Wohin, und ich erklärte, ich wäre auf dem Weg nach Oujda, wäre jetzt ungefähr einen Monat unterwegs, hätte ungefähr 600 Kilometer zu Fuß zurückgelegt, und lehnte einen Pass aus religiösen Gründen ab. Hörte sich natürlich nicht sehr glaubwürdig an, und ich wusste das auch. Aber ich dachte mir, die Männer würden vielleicht vermuten, dass, wenn es nicht die Wahrheit wäre, ich mir eine bessere Ausrede hätte ausdenken können, und hoffte, das sie nach ihrem Gefühl entschieden.
Die Männer diskutieren wohl eine Stunde lang über meinen Fall, natürlich auf arabisch, von dem ich so gut wie nichts verstand. Immerhin kapierte ich soviel, dass ich ein paar Fürsprecher hatte, denen ich wohl sympathisch war, und die meinten, es gäbe auch viele Marokkaner in Europa ohne Pass.
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Nach einer knappen Woche war ich im Grenzgebiet und wartete auf die Dämmerung, um nach Algerien hinüberzuschleichen.
Der (ehemalige) Grenzübergang in Oujda ist Hamma
