21merlina>>>>
Als Spanien 2009 in die Wirtschaftskrise hineinschlitterte, konnte Marokko fünf Prozent Wachstum, nur zwei Prozent Haushaltsdefizit und ein Prozent Inflation aufweisen. Ein Ergebnis, dass sich weitgehend mit einem guten Jahr für die Landwirtschaft erklärte, aber auch dadurch, dass staatliche Investitionen zunehmen konnten, da die aufstrebende Mittelklasse die Konjunktur ankurbelt. In den folgenden Jahren ging es ganz ähnlich weiter. Spanien hat mittlerweile abgewirtschaftet bis zum geht nicht mehr, versinkt in einem Schuldensumpf, Nummer 1 weltweit(!) bezüglich Arbeitslosigkeit und Chaos allenthalben.
In Marokko dagegen geht es (wirtschaftlich) seit Jahren aufwärts, zwar nicht dramatisch aber doch stetig!
In Marokko ist der Finanzsektor relativ verschlossen und somit so gut wie immun gegen Viren von der Wall Street. So konnte seinerzeit der Wirtschafts- und Finanzminister Salaheddine Mezouar auch behaupten, dass "die Krise an uns vorbeigeschlittert ist". Marokko ist nicht das einzige Land, mit dem es bergauf geht. Fast der gesamte südliche Mittelmeerraum hat auf die Krise gut reagieren können mit Wachstumsraten des BIP und einem Konjunkturaufschwung wie Marokko.
2011 wanderten erstmals seit Jahrzenten mehr Leute aus Spanien aus als es Einwanderer gab. Dies setzte sich verschärft 2012 bis heute fort. 62'611 spanische Staatsangehörige und 445'130 Ausländer verließen im Jahr 2011 das Land. Die Hauptziele der Migranten sind v.a. Marokko(!) und Südamerika.
Wir werden schon bald merken, dass nicht nur Brasilien, China und Indien aufstrebende Wirtschaftsmächte sind, sondern in bescheidenerem Ausmaße auch die Länder des südlichen Mittelmeerraums, allen voran ihre geographischen Extreme, die Türkei und Marokko. Länder, die nicht nur Probleme darstellen, sondern auch Absatzmärkte der Zukunft sind......
Last edited by latino; 28/08/13 10:02 PM.