Das ist ein interessantes Thema (noch - bin gespannt, wie lange es dauert, bis ...).
Ich habe irgendwann mal aus Neugier an einem 2nd Hand Bücherstand eine Koranübersetzung aufgeschlagen und nach ein paar Zeilen gedacht, so ein Quatsch, das ist ja noch zehnmal schlimmer, als die Bibel, das kann sich ja kein normaler Mensch antun, das zu lesen.
Damit war das Thema Islam für mich abgehakt. Überhaupt konnte ich sowieso nie was mit Religion anfangen, bin nie freiwillig in eine Kirche gegangen... das Übliche halt.

Nicht-religiöse Bücher habe ich immer gerne gelesen. Und so bin auch auch auf Autoren und Themen aus dem Maghreb gekommen, weil ich schon öfter in Marokko war und von daher da einen Bezug zu hatte.
Irgendwann habe ich ein Interview von einem marokkanischen Autor mit einem spanischen Journalisten gelesen, wo er auf die Frage nach einem Buch, was man unbedingt lesen soll, antwortet, auf alle Fälle den Koran. Der Journalist fragte überrascht nach, wie er denn auf die Idee käme, ausgerechnet den Koran zu empfehlen, wo er doch so gar nicht dran halte. Ja schon, das sei aber trotzdem unbedingt lesenswert....
An den genauen Wortlaut des Interviews erinnere ich mich natürlich nicht mehr. Noch dazu ist finde ich es nicht mehr oder es ist nicht mehr online.
Jedenfalls bin ich daraufhin in eine Buchhandlung gegangen und habe mir eine gut lesbare, kommentierte Übersetzung besorgt. Dann habe ich ganz schnell gemerkt, dass das keiner erfunden haben kann. Und seitdem gelte ich (nicht nur) bei meiner Familie als reif für die Klapse.


LG